Samstag, 28. Dezember 2013

Viele Tiere - endlich!


27.12.2013 – Heute heißt es, um 5.30 Uhr aufstehen, da der erste Ausflug um 6.00 Uhr losgeht. Tatsächlich war ich aber auch heute schon wieder eher wach und habe den Geräuschen von draußen gelauscht, die Brüllaffen und Co am frühen Morgen bereits veranstalten. Schön! Die Bootstour führt uns erstmal zur Nationalparkverwaltung, wo Thomas die Tickets besorgen muss. Dort hat sich bereits eine Schlange gebildet, auf dem Wasser in Form von Booten und an Land in Form von Reiseleitern. Das verdirbt mir einen kurzen Moment die Vorfreude auf den Ausflug, da ich befürchte, dass wir aneinandergereiht durch den Nationalpark fahren werden. Aber es verteilt sich dann doch sehr gut, so dass wir nur hin und wieder einem anderen Boot begegnen. Schon nach kurzer Zeit sehen wir eine Horde Kaputzineräffchen, die munter durch die Bäume am Ufer springen. Klasse! Wir sehen ein paar Blaureiher, einen Amerikanischen Grünfischer und einen weiblichen amerikanischen Schlangenhalsvogel, der auf einem Ast im Wasser stehend die Flügel weit ausbreitet um diese nach einem Tauchgang zu trocknen, ein schöner Anblick! Große gelbgrüne Leguane sitzen in den Bäumen und eine Horde Brüllaffen hängt faul herum. Dann biegen wir ab in den Palmenkanal „La Palma“, der, wie der Name vermuten lässt, gesäumt ist von Palmen. Deren Wedel sind bis zu 15 Meter lang und werden unter anderem zum Eindecken von Hausdächern verwendet. Irgendwann beginnt unser Bootsführer mit glucksenden Geräuschen, die angeblich Kaimane anlocken sollen, sich aber eher anhören, als ob er sein Frühstück hochwürgt. Wir schauen gespannt ins Wasser, als plötzlich in den Wasserpflanzen tatsächlich ein kleiner Kaiman herumschnellt und dann abtaucht. Nach dem ersten Schreck suchen wir im Wasser und entdecken aber nur (auf Hinweis des Bootsführers) ein Augenpaar.
Nach dem Ausflug stürzen wir uns alle hungrig auf das Frühstück, welches natürlich wieder aus „Gallo Pinto“, Ei, Pancakes und Obst besteht, allerdings gibt es außerdem Würstchen und Käse. Anschließend lege ich mich ein Stündchen aufs Bett, weil mein Nacken vom vielen Hochgucken extrem schmerzt.
Um 11.30 Uhr fahre ich mit Manuela und Dirk mit dem Wassertaxi nach Tortuguero, wo wir etwas durch die Shops schleichen und dann in der „Buddha-Bar“ zu Mittag essen. Hier sitzt man wunderschön, direkt am Fluss, die Preise sind allerdings gesalzen. Eine der kleinen Sodas wäre hier sicher die bessere Wahl gewesen. Anschließend laufen wir noch ein Stück durch den Ort und gehen dann nochmal zum Strand, laufen hier ein Stück zurück und biegen wieder Richtung „Ortskern“ ab. An der Nationalparkverwaltung werden wir von der Gruppe eingesammelt und machen uns auf zu unserem zweiten Bootsausflug. Hier haben wir wieder einen super Bootsführer, der alle möglichen Tiere erspäht, die wir alle per bloßem Auge nicht erkannt hätten. So sehen wir zum Beispiel einen Stirnlappenbasilisken (sowohl das weibliche als auch das männliche Exemplar), einen Gelbkopfnachtreiher, ein Faultier weit oben in den Bäumen, welches sich sogar ein wenig fortbewegt (aber leider viel zu weit weg ist um ein gescheites Foto hinzubekommen), diverse Süßwasserschildkröten, eine Binsenralle (ein entenähnliches Geschöpf), einen Kahnschnabelreiher, Blaureiher, Schmuckreiher. Die Ausbeute ist heute wirklich gut. Und am Ende sehen wir wieder zwei Kaimane, die so vor sich hinschwimmen. Und das alles vor einer wunderbaren Kulisse. Wir sind alle sehr zufrieden mit dem heutigen Tag.
Zurück am Hotel gönnen wir uns ein Bierchen und ich freue mich schon auf das Abendessen, da es hier auch Pasta geben soll…



Freitag, 27. Dezember 2013

Tortuguero

26.12.2013 – Wir müssen zusehen, dass wir pünktlich um 7.45 Uhr wegkommen, da heute Mittag eine große Parade in der Stadt stattfindet (hierfür wurden bereits überall Tribünen und Straßensperren aufgebaut). Wir kommen aber gut weg und aufgrund des Feiertages auch supergut raus aus St. José. In entgegengesetzter Richtung ist viel mehr los – das sind all die Leute, die heute ans Meer wollen. Irgendwann fahren wir durch den längsten Tunnel Costa Ricas – mit immerhin 500 Metern! Dann gehet es über die Laut Thomas gefährlichste Straße des Landes, aufgrund der Kurven, Spurrillen, Erdrutschen und völlig übermüdeten LKW-Fahrern. Irgendwann kommen wir dann wieder auf eine ganz schlechte Schotterstraße, die uns eine Stunde bis zum Bootsanleger führt. Auf dem Weg fahren wir an einigen Bananenplantagen vorbei. Laut Reisebeschreibung war auch eine Begehung einer solchen eingeplant, aber dies ist wohl nicht mehr möglich, wie Thomas uns später erklärte (müsste dann aber mal aus dem Programm genommen werden…). Am Bootsanleger erwartet uns dann erstmal ein kleiner Schock: Hunderte Touristen tummeln sich hier und warten darauf in eine der (angeblich) wenigen Lodges per Boot transportiert zu werden. Das ist hier auf einmal dermaßen touristisch, dass ich im ersten Moment nur denken „Oh Gott! Ich will hier nicht bleiben!!!“. Nachdem aber dann unser komplettes Gepäck per Schubkarren aufs Boot gekarrt wurde, scheinen wir kurz nach dem Ablegen zumindest momentan die einzigen zu sein, die in dieser wunderbaren grünen Idylle dahintuckern. Dann werden wir aber von den ersten Booten überholt. Die Fahrt über den kleinen Fluss „Rio Fuerte“ (Glücksfluss) ist zauberhaft, die Landschaft, die ich so liebe. Wasser, und links und rechts saftiges Grün, Palmen und anderes Gewächs. Wir sehen auf dem kurzen Weg Klammeraffen, einen Eisvogel, Schmuckreiher, Graureiher, Amerikanische Schlangenhalsvögel. Der Rio Fuerte mündet dann in den Rio Tortuguero, einen breiteren Fluss, wo wir auch etwas Gas geben können. Wir sehen den Tortuguero-Hügel, der früher mal ein Vulkan war; die Vulkaninsel war mit dem Festland zusammengewachsen. In den Tortuguero-NP kommt man übrigens nur per Boot oder per Kleinflugzeug, Straßen gibt es keine hinein. Ich kann mich kaum satt sehen an dieser wunderschönen Flusslandschaft.
Nach etwa einer Stunde kommen wir an unser „La Baula Lodge“ an, wo wir mit einem Fruchtdrink empfangen werden. Generell hübsche Anlage, die Zimmer sind in mehreren verschieden bunt angestrichenen Komplexen untergebracht und verfügt sogar über einen kleinen Pool. Nachdem wir die Zimmer (ich habe eines mit Flussblick) bezogen und ein Bierchen getrunken haben, streifen Manuela und ich etwas über die Anlage, wo wir immer wieder anderen aus unserer Gruppe begegnen. Nach kurzer Zeit entdecken wir eine Horde Klammeraffen, die sich direkt über unseren Köpfen tummeln. Ich mache einige Bilder und habe ein paar tolle Schnappschüsse dabei. Wir sehen noch einen witzigen Vogel, der sich 180 Grad vorwärts den Ast runter wirft, dabei das Schwanzgefieder ausbreitet, was ganz witzig ausschaut. Leider geht das alle so schnell, dass es fotografisch nicht festzuhalten ist. Dann streifen wir noch weiter durch die an sich nette Anlage und stoßen noch auf eine giftgrün-gelbe Spinne. Die sieht hammergeil aus! Um sie schön scharf aufs Foto zu bekommen, muss ich ganz dicht rangehen und hoffe einfach darauf, dass sie mich nicht anspringt. An einem Baum hängt bewegungslos ein „Lappenobilisk“, cool!
Nachmittags fahren wir mit dem Hotelboot nach Tortuguero. Am Eingang erzählt Thomas uns anhand von Schautafeln noch etwas über den Nationalpark, wir entdecken ein riesiges Spinnennetz mit einer ebenso großen Spinne („Golden-Orb-Spyder“ bzw. Radnetzspinne - inklusive Beine etwa so groß wie eine kleine Frauenhand), die richtig klasse aussieht (hätte nie gedacht, dass ich so etwas mal über eine Spinne sagen würde!). Was wir dort auf den ersten Blick sehen, ist das Weibchen, das Männchen sitzt auch daneben und ist allerdings um ein vielfaches kleiner. Wir bummeln etwa eine Stunde durch den Ort, und dann auf die andere Seite, wo wir auf einmal am Atlantikstrand stehen. Genial! Hier gibt es noch beeindruckendere Wellen, allerdings auch die eindeutige Warnung, dass man hier aufgrund der sehr gefährlichen Strömungen nicht schwimmen gehen sollte. Dann holt uns das Boot auf der Flussseite auch schon wieder ab. Ich finde es schade, dass wir nicht ein bisschen Zeit haben um auf eigene Faust etwas durch den Ort zu bummeln, zumal wir dann in der Lodge noch reichlich Zeit haben, aber das ist wohl nicht vorgesehen. Später treffen wir uns zu dritt fürs Abendessen, es gibt Thunfisch aus der Dose, Tütensuppe und Kekse, da wir für das Buffet (15 USD) nicht ausreichend hungrig sind.
Als ich dann später in meinem Bett liege, dringen zig Geräusche aus dem Busch herein, es ist aber  nicht umheimlich, sondern wirklich schön anzuhören.




Donnerstag, 26. Dezember 2013

San José


25.12.2013 – Da wir heute erst um 10.30 Uhr aufbrechen, können wir den Morgen ganz gelassen angehen. Ich schlafe hervorragend, bin aber dann doch zu faul für eine Joggingrunde und starte den Tag direkt mit dem (immer noch  spärlichen) Frühstück. Anschließend mache ich einen letzten Spaziergang am wunderschönen morgendlichen Pazifikstrand – ich trenne mich nur ungern von diesem Ort.
Dann geht es wieder in den Bus und wir fahren etwa 3 Stunden, essen noch schnell was in einem ziemlich großen Restaurant it viel Betrieb in der Nähe des Flughafens. Dort setzen wir wenig später unsere Wiener ab, die heute bereits abreisen. Der Abschied ist kurz und schmerzlos, aber wir finden es alle schade, dass die beiden von nun an nicht mehr dabei sind (ich hoffe, ihr habt einen reibungslosen Rückflug!).
Wir fahren weiter zu unserem Hotel „Colonial“ nach San José. Das ist wirklich gut, mit dem optisch modernsten Bad bisher. Allerdings gibt es auch hier Schimmelflecken an der Wand und die Flecken auf dem Bettlaken mag ich mir nicht genauer ansehen, sondern hole direkt wieder mein Inlay aus dem Koffer. Wir bringen nur kurz unser Gepäck auf die Zimmer, dann geht es um 15.00 Uhr los zum zweistündigen Stadtrundgang. Thomas weiß auch hier wieder viel zu erzählen, allerdings höre ich zugegebenerweise nicht wirklich hin, weil es mich gar nichjt so sehr interessiert. San Jose gefällt mit noch weniger als ich aufgrund der Beschreibungen aus dem Reiseführer und Thomas Voarbschilderungen erwartet habe. Ich bin nicht an einer Stelle oder von irgendeinem Gebäude oder so irgendwie besonders beeindruckt. Da heute Feiertag ist, sind besonders viele Menschen in den Straßen unterwegs und ich finde es viel spannender, diese zu beobachten und zu versuchen, heimlich zu fotografieren. Nach dem Rundgang ziehen wir uns kurz um (es ist hier abends echt frisch) und gehen dann in ein Restaurant um die Ecke, was uns Thomas nachmittags gezeigt hatte und von dem er meinte, es wäre mittelmäßig aber witzig von der Einrichtung. Genauso ist es auch. Unser Salat ist zwar frisch, aber dürftig und geschmacklos, nichts besonderes, dafür recht teuer, und die Bedienung war die Unfreundlichkeit in Person. Pura Vida!!! Gegen 20.00 Uhr sind wir bereits wieder am Hotel.

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Manuel Antonio NP


24.12.2013 – Heiligabend! Wenn hier irgendetwas für mich ferner ist, dann das!
Um 4.00 Uhr bin ich wach, um 5.00 Uhr stehe ich das erste Mal kurz auf, gehe auf die Veranda, wo sich die nahe Brandung extrem laut anhört. Um 5.45 Uhr steh ich dann endgültig auf, um 6.15 Uhr treffen wir uns zu einem improvisierten Frühstück (Toast mit Ei und etwas Obst) und machen uns dann um kurz vor sieben auf zum Manuel Antonio Nationalpark. Dort spazieren wir etwa drei Stunden herum, wieder mal in der Hoffnung, viele Tiere zu sehen. Obwohl es so früh am Morgen ist, ist es brüllend heiß und nach kurzer Zeit kleben die Klamotten am Körper. Unsere Tierausbeute ist aber auch heute mau: die Brüllaffen hören wir nur in der Ferne , ein Kapuzineräffchen sehen wir weit weg im Gestrüpp, ein paar Leguane und Waschbären am Wegesrand, ein Agouti, aber inzwischen ist das ja alles kein Highlight mehr. Ich gehöre dann auch zu denen, die gegen 10.00 Uhr wieder zurück zum Hotel gehen. Auf dem Weg trinke ich mit Irene und Günther noch einen Kaffee (endlich, denn den gab es heute morgen nicht) und gehe dann zur „Bescherung“ zurück zum Hotel. Per Skype bin ich life bei meiner Familie dabei, leider in keiner guten Qualität. Aber es ist schön, dass die Technik es möglich macht, 9100 km zu überwinden.
Anschließend gehe ich wieder zum Strand und werfe mich erstmal ins Meer, was heute wieder Badewannentemperatur hat. Danach brate ich in der Mittagssonne, flüchte mich dann aber doch in den Schatten. Um 15.00 Uhr ist wieder Happy Hour und wir gönnen uns wie gestern einen Cocktail „Pura Vida“. Süffig. Hier herrscht null Weihnachtsstimmung – und das ist ganz in meinem Sinne! Die Stimmung in der Gruppe ist übrigens auch wieder ganz entspannt. Der Himmel zieht sich etwas zu und es wird windig, so dass ich heute vor Sonnenuntergang auf dem Zimmer bin.
Um 18.30 Uhr fahren wir zu dem Restaurant, wo Thomas für uns das Abendessen organisiert hat. Dies liegt etwas abseits der Straße und wird scheinbar ganz familiär geführt. Wir haben beim Menu die Wahl zwischen Schwein, Rind und Huhn, drei verschiedenen Salatbeilagen und drei verschiedenen Nachspeisen. Das Essen ist wirklich gut und die Bedienung unheimlich freundlich. Trotzdem wir auf Weihnachten anstoßen, kommt nicht die geringste Weihnachtsstimmung auf, was ich sehr gut finde. Es ist eigentlich ein völlig normaler Abend, nicht mal ein Weihnachtsbaum oder irgendein kitschiger Schmuck steht irgendwo rum. Und so bleiben wir auch heute nicht länger sitzen als sonst, fahren gegen 22.00 Uhr zurück.
Wieder am Hotel sitze ich noch ein wenig mit Manuela auf der Veranda, wir  haben sogar einen „Adventskranz“ brennen. Das aber auch nur, weil mir eine Freundin einen „Adventskranz to go“ mit auf die Reise gegeben hat und ich am 4. Advent vergessen hatte, die Kerzen anzuzünden. Mein Weihnachtsmodus ist eben nicht aktiviert…

Dienstag, 24. Dezember 2013

Feliz Navidad!

Ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten!!!

Gruppenkoller


23.12.2013 - Den Tag beginne ich mit einer kleinen Joggingrunde am Strand. Es ist herrlich! Nach der (wieder mal kalten) Dusche gehe ich runter zur Strandbar, wo es das Frühstück gibt, Diesmal kein Gallo Pinto, sondern nur Toast, Eieromelett, Butter, Marmelade. Ich habe noch mein Müsli dabei. Wir haben heute einen freien Tag vor uns, da der Nationalpark montags geschlossen hat und wir statt heute morgen dorthin gehen werden. Thomas informiert hierzu, dass es aufgrund der möglicherweise hohen Besucherzahlen im Nationalpark ratsam wäre, bereits bei Öffnung (7.00 Uhr) dort zu sein. Er organisiert sogar, dass wir morgen früh vorher noch ein Sandwich und etwas Obst (statt gar nichts, da es Frühstück erst ab 7.30 Uhr gibt) bekommen,  aber das wird wird teilweise nur mit Unmut honoriert („Ohne Frühstück kann ich keinen Meter laufen“). Auch Thomas Bemühungen, uns für Weihnachten ein schönes Dinner im Hotel zu organisieren, mit typisch costaricanischen Spezialitäten für den Anlass stoßen auf keinerlei Anerkennung. Irgendwie sind seit gestern alle ein wenig am moppern. Ich bin genervt und merke, dass nun der Gruppenkoller Einkehr hält. So bin ich heilfroh, dass die Gruppe heute getrennte Wege geht und man etwas Abstand bekommt.
Ich fahre mit Manuela mit dem öffentlichen Bus nach Quepos, dort bummeln wir etwas herum, ich gönne  mir eine Bluse und eine Shorts. Nach einem Kaffee und ganz leckeren Empanadas con Carne suche wir die Post um unsere Postkarten aufzugeben. Dort treffen wir Thomas, der (das erste Mal während dieser Reise) echt genervt ist (die deutsche Ungeduld scheint sich auch nach 17 Jahren Costa Rica nicht völlig zu verflüchtigen). Er erzählt, dass er bereits eine halbe Stunde dort wartet, nur um ein paar Karten aufzugeben. Wir warten auch noch ein bisschen, aber es geht voran. Nach einem Besuch bei der Bank und dem Supermarkt fahren wir wieder mit dem Bus zurück und gehen mehr oder weniger direkt zum Strand. Dort ist es herrlich, wenn auch sehr heiß. Ich stürze mich sofort in die wieder genialen Wellen, und als ich mich anschließend in den Stuhl fleze, ist die Temperatur total angenehm – für mich jedenfalls. Ich laufe etwas am Strand herum, mache zig Fotos und genieße einfach nur diese wunderschöne Landschaft. Heute ist nicht ganz so viel los wie gestern, da ja Montag ist. Dass wir einen Tag vor Heiligabend haben – unvorstellbar!!!
Wir bleiben wieder bis zum Sonnenuntergang, und um 18.30 Uhr treffen wir uns, um mit dem Bus den kurzen, aber mühsamen Weg hinauf zur Straße und zum Restaurant „La Avinon“ zu bewältigen. Dies liegt an der Hauptstraße nach Manuel Antonio und in der Mitte steht ein ehemaliges Fugzeug, welches ursprünglich über Nicaragua abgeschossen wurde, und in dem sich nun eine Bar befindet. Das Ambiente und das Essen sind hervorragend! Ich habe die Sea Food Casserole, eine Art Suppe mit jeder Menge Meeresfrüchten und Reis. Ein Gedicht!!! 

Faultier, Affen, Krokodile



22.12.2013 - Heute früh haben wir etwas Zeit zum klüngeln, da wir erst um 9.00 Uhr weiterfahren. Ich bedaure es schon ein wenig, dieses kleine gemütliche Zimmer verlassen zu müssen, das Bett ist bisher das bequemste gewesen (obwohl die anderen bisher auch ok waren). Das ist ein bisschen der Nachteil, wenn man 2-3 Nächte an einem Ort ist, man gewinnt so ein Zimmer doch etwas lieb; das ist anders, wenn man abends irgendwo ankommt und am nächsten Morgen bereits wieder abreist.
Den ersten Stopp legen wir bereits im Ort ein, da jemand von unserem Hotel erzählt hatte, dass dort an einem Backpacker-Hotel immer mindestens ein Faultier rumhängen würde. So springen wir dort also alle raus aus dem Bus und suchen hier und dort nach einem Faultier. Ohne Erfolg. Gerade als wir schon aufgeben und weiterfahren wollen, schaue ich in den Baum, vor dem unser Bus parkt und den wir alle 15 Leute schon mehrfach umkreist haben, und sehe quasi direkt vor mir ein Fellbüschel in einer Astgabel. Da hängt es, total eingekugelt und lässt sich von dem ganzen Trubel nicht im geringsten aus der Ruhe bringen. Nachdem alle diverse Fotos vom Fell im Baum gemacht haben, geht es weiter. Der Weg führt uns wieder über eine holprige und kurvige Schotterpiste, diesmal runter. Nach einer Weile ist mir schon ziemlich übel von der Schaukelei, und so bin ich sehr froh, als wir einen weiteren ungeplanten Stopp einlegen, als wir nämlich eine Schar von fotografierenden Touristen an einer Brücke erblicken. Das kann nur eines bedeuten: Tiere, wahrscheinlich Affen! Und tatsächlich, in den Bäumen über dem Flüsschen tummelt sich eine ganze Brüllaffenschar, sogar zwei kleine Affenkinder sind dabei. So gesellen wir uns also zu den anderen Touris, und wieder stellt sich die Frage: wer sind hier die Affen? Besonders wahrscheinlich aus der Sicht der einheimischen Kinder, die gerade hier baden, und für die der Anblick von (echten) Affen vermutlich völlig normal ist. Ich kriege zwei schöne Schnappschüsse hin (und 20 Bilder zum Löschen) und bin zufrieden. Leider bleibt die Frischluft aus, denn es ist sehr heiß und die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch. So ist mir immer noch schlecht, als es weitergeht. Nach 10 Minuten machen wir einen Toilettenstopp, wo ich mir eine Cola besorge, und dann geht es auch zum Glück wieder. Inzwischen sind wir auch auf der Panamericana angekommen, so dass es normal weitergeht. Der nächste Halt lässt nicht allzu lange auf sich warten. Nämlich in Tarcoles, wo unter einer großen Brücke am Fluss jede Menge Krokodile rumliegen. Ist nicht besonders spektakulär, weil sie weit weg sind und sich kaum mehr bewegen als das Faultier heute Morgen, aber immerhin habe ich jetzt auch Krokodile in meiner Fotogalerie! Wir essen hier zu Mittag, bevor wir uns auf den Rest des Weges machen. Dieser verläuft 70 km oder mehr an der Küste entlang und immer wieder erhascht man tolle Ausblicke auf den Pazifik. Unser Hotel liegt hinter Quepos und vor dem Manuel Antonio NP. Die Rezeption, wo Thomas uns erstmal eincheckt, ist oben an der Straße, dann müssen wir noch einen heftigen Hang runterfahren, ich habe das Gefühl, es ist mindestens noch einen Kilometer weiter unten. Wie Thomas uns vorher erzählt hatte, ist unser Hotel („Arboledes“) eines der wenigen, die quasi direkte Strandlage haben. Trotzdem bin ich sehr skeptisch, da Manuela mir heute morgen noch eine aktuelle Hotelbewertung vorgelesen hat,  in der von Schimmel und so die Rede war, und dass das auch die gute Lage nicht aufwerten könne. Wir sind alle in einem Bau mit insgesamt 10 Zimmern untergebracht, unten die 5 Einzelzimmer, oben die 5 Doppelzimmer, vor denen sich eine superschöne große Veranda erstreckt mit Blick in den Garten und auch das Meer kann man etwas sehen. Auf den ersten Blick ein Traum! Dann schließe ich vorsichtig mein Zimmer auf, erwarte bereits das Schlimmste, und bin dann doch sehr positiv überrascht. Es richt zwar etwas modrig, das Bad ist winzig, und die Laken wirken schon so, als hätte darin schon mal jemand geschlafen (mein Inlay war wirklich eine gute Investition), aber sonst ist es ok, und wir haben sogar alle einen Kühlschrank. Später entdecke ich noch eine Ameisenstraße, aber zum Glück nicht auf der Wand, wo das Bett steht.
Wir ziehen uns schnell die Badesachen an und dann geht es auch schon zum Strand. Und der ist echt ein Traum! Zwar ist es hier voller als in Samara, aber die Kulisse ist noch schöner. Und die Wellen sind der Hammer, ich wünschte, ich hätte einen Badeanzug statt einem Bikini dabei… Es macht Riesenspaß, ist aber auch echt anstrengend, sich immer wieder gegen die Wellen zu stemmen oder zu versuchen, ein paar Meter weiter zu kommen. Nachdem wir wieder am Strand sind und es uns in den Stühlen gemütlich gemacht haben, lässt die Sonne dann auch schon abrupt nach, es ist sehr angenehm, und so besteht wenigstens nicht die Gefahr eines erneuten Sonnenbrandes (obwohl ich mich diesmal richtig fett eingecremt habe). Ich laufe ein Stück am Strand lang, beobachte die Wellen, die Surfer und ein Brautpaar, mache viel zu viele Fotos und warte dann mit den anderen auf den Sonnenuntergang. Der natürlich wieder wunderschön ist.
Während ich mich frisch mache, höre ich von draußen ein ganz merkwürdiges Geräusch, von irgendeinem Tier, ich kann es leider nicht wirklich beschreiben, irgendein lustiges Gackern. Natürlich gehe ich raus um dem auf die Spur zu kommen, kann aber nichts entdecken, außer einigen von meinen Mitreisenden, die das ebenfalls gehört haben. Um 18.30 Uhr treffen wir uns wieder alle, um gemeinsam zum Essen in den Ort zu fahren. Bevor wir dort ankommen, fängt es an zu regnen, und als wir vor dem Restaurant parken, schüttet es wie aus Kübeln. Unglaublich, was da runterkommt. Irgendwie schaffen wir es ins Restaurant, wo wir im ersten Stock im trockenen sitzen, aber die Sintflut noch weiter beobachten können. Irgendwann hört es aber auch wieder auf. Und morgen wird es wieder schön! Gegen 21.30 Uhr sind wir wieder zurück. Es ist immer noch drückend warm, im Zimmer gibt es aber zum Glück eine Klimaanlage. Von draußen dringen diverse Geräusche herein, Grillen, Vögel, ??? Kein Verkehr, keine kläffenden kleinen Hunde wie die letzten Nächte!
Ein schöner 4. Advent!