Sonntag, 22. Dezember 2013

Nightlife


21.12.2013 - Nachmittags laufe ich in den Ort, der aber nicht viel hergibt. In den drei Souveniershops finde ich auch leider keine schönen Mitbringsel. Als ich zurückkomme, trudeln nach und nach die anderen ein.
Abends sind wir dann wieder in der Soda essen, und anschließend in der Karaokebar nebenan. Dort erwarten uns bereits andere aus unserer Gruppe, die angeblich vorher schon diverse Songs zum Besten gegeben hatten, dann aber nicht mehr singen wollen. Nur Mandy und Andrés und diverse Einheimische wechseln sich mit dem Mikro ab. Karaoke scheint hier echt beliebt zu sein. Stimmung kommt allerdings keine auf, die Interpreten singen immer genau da, wo sie sitzen oder stehen und singen so vor sich hin. Überhaupt ist nicht wirklich was los, obwohl Samstagabend ist (allerdings liegt die Bar auch etwas ab vom Ort), hin und wieder kommen Leute, und gehen wieder. Dabei fiel mir wieder auf, wie unattraktiv die Costaricaner sind, vor allem die Männer. Ich finde auch, dass die meisten, die ich bisher so gesehen habe, ihr eigenes Motte „Pura Vida“ nicht ausstrahlen, viele wirken eher neutral, nicht unfreundlich (obwohl manche schon), aber halt auch nicht offen und herzlich, wie man es oft liest.
Wir machen uns dann auch gegen 0.00 Uhr (ja, tatsächlich ist es schon so spät! Irgendwie haben wir uns allmählich an die Zeitumstellung gewöhnt und nicht mehr das dringende Bedürfnis, bereits nach dem Abendessen schlafen zu gehen.

Samstag, 21. Dezember 2013

Nationalpark St. Elena


21.12.2013 - Heute Vormittag sind wir im Nationalpark St. Elena (ein Nebelwaldgebiet), wandern dort etwa drei Stunden herum. Dieser Wald unterscheidet sich wieder total von dem von gestern, es gibt zig verschiedene Aufsitzerpflanzen, die Bäume sind bemoost, alles wirkt noch grüner. Die Hoffnung, dass wir besondere Tiere, insbesondere den Quetzal sehen werden,  nimmt uns bereits der Mann an der Kasse, der auf entsprechende Nachfragen vom Thomas jeweils nur mit einem entschiedenen Kopfschütteln, untermauert von einem „no“ antwortet. Trotzdem ist es eine schöne Wanderung, und gegen Ende sehen wir in den Baumwipfeln dann doch noch zwei Klammeraffen, die dort rumspringen. Offensichtlich bemerken sie uns auch, denn der eine fängt auf einmal an zu pinkeln, was wohl als Abwehrreaktion gedacht ist. Da kommt ganz schön was raus, aus so einem kleinen Affen! Zum Glück stehen wir etwas seitlich versetzt, so dass wir von der „Dusche“ nichts abbekommen. Einen ziemlich großen Tausendfüßler sehen wir noch und ein paar Vögel. Gegen Mittag teilt sich die Gruppe auf, da verschiedene Aktivitäten angeboten werden. Ich fahre jedoch mit zurück zum Hotel, wir gehen zu viert in der Soda eine Kleinigkeit essen und dann muss ich ein wenig meinen Rücken schonen. Inzwischen hat es auch angefangen zu regnen, was hier allerdings völlig normal ist. Wir hatten dafür den kompletten Vormittag sehr schönes Wetter. Das Faultier hier am Hotel hat sich übrigens heute Mittag von einem Ast zum anderen bequemt, um jetzt dort völlig regungslos rumzuhängen.




Regenwald der Kinder


20.12.2013 - Nachdem ich mich schon wieder seit einer Weile hin und herdrehe, ohne richtig zu schlafen, stehe ich um 06.00 Uhr auf, mache mich fertig, packe den Rest und warte, bis es 7.00 Uhr und damit Zeit fürs Frühstück ist. Die Brüllaffen brüllen, die Vögel zwitschern und vorn der Straße hinter dem Hotel kommt bereits heftiger Verkehrslärm; es ist eine extreme Geräuschkulisse, die mir vorher gar nicht so aufgefallen war…
Um 8.00 Uhr sitzen wir dann schon wieder im Bus und es geht Richtung Monteverde. Thomas kündigt uns direkt an, dass wir nach 1:40 h den ersten Stopp machen, und tatsächlich, auf die Minute fährt Andres mit dem Bus auf den Parkplatz eines kleinen Restaurants, wo Thomas und eine kleine Überraschung versprochen hat. Diese sitzt in Form von mehreren bunten Papageien in den Bäumen, und im Café gibt es leckere Teilchen - wir probieren ein Mohnteilchen. Dann geht die Fahrt weiter, erst noch über ein Stück asphaltierte Straße, dann geht der Weg über in eine Schotterpiste, immer bergauf, über diverse Serpentinen, mit wunderbarem Blick über grünes Bergland und bis zum Golf von Nicoya. Wir schlängeln uns so lange diesen Berg hinauf, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass hier noch irgendetwas kommt. Trotzdem kommen wir irgendwann an unserem Hotel („Cyprese“) an. Die Zimmer sind allerdings noch nicht bezugsbereit, so dass wir in der „Soda“ in der Nähe des Hotels erstmal eine Kleinigkeit zu Mittag essen, was allerdings eine gefühlte Ewigkeit dauert. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich total müde und kaputt bin. Anschließend fahren wir mit dem Bus in den „Regenwald der Kinder“, wo wir einen Spaziergang machen.(Der "Ewige Regenwald der Kinder" ist das grösste private Naturschutzgebiet in Zentralamerika - 22 000 Hektar tropischer Regenwald werden innerhalb seiner Grenzen geschützt. Es befindet sich in in der Tilarán Gebirgskette und ist verbunden mit dem Naturschutzgebiet Monteverde und dem Nationalpark Vulkan Arenal. Der Regenwald der Kinder hat eine sehr schöne Geschichte: Zusammen mit der Conservationist’s League of Monteverde initiierten eine Schulklasse aus Schweden eine Kampagne, um den tropischen Regenwald zu retten. Mehr und mehr Kinder aus aller Welt beteiligten sich daran und es gelang ihnen, genug Geld zu sammeln, um diese Landfläche zu kaufen, die nun hoffentlich für immer geschützt sein wird.)
Leider sehen wir auch hier keine Tiere, bzw. nur ein „Aguti“, was irgendwann auf dem Weg rumlief. Auf dem Rückweg halten wir eine Dreiviertelstunde im Ort, um Geld und diverse Dinge aus dem Supermarkt zu besorgen. Dort muss ich wieder mal feststellen, wie ungeduldig und schnell genervt man doch als Deutsche ist. Vor mir stand nur eine Frau an der Kasse, die zwar einen recht vollen Einkaufswagen hatte, aber der Großteil lag bereits abgescannt auf der Theke, als ich an die Kasse herangetreten bin. Trotzdem dauerte der komplette Kassier- und Einpackprozess geschlagene 10 Minuten! Die Kassiererin scannt alles in einer Seelenruhe ab, bastelt (Kein Scherz!) zwischendurch Kartons, worin die Kundin ihre Einkäufe verstauen kann, quatscht noch ein bisschen mit dieser, muss zwischendurch zweimal eine andere Damen kommen lassen, die eine ominöse Nummer in die Kasse eintippt. Dann packen (inklusive Kundin und Kassiererin) vier Leute die Einkäufe ein, bis ich dann endlich irgendwann mal dran bin. Das schöne ist, dass außer mir und Manuela irgendwie niemand unentspannt zu sein schien…. Wir fahren danach zum Hotel und bekommen dort unsere Zimmerschlüssel. Manuela und ich haben echt Riesenglück, denn wir haben im ersten Stock im hinteren Teil der Anlage zwei Einzelzimmer nebeneinander, die einen besonders schönen Blick über die Landschaft und den gerade aktuellen Sundowner-Himmel haben. Mein Zimmer ist zwar recht klein, aber völlig ausreichend, mit einem großen Panoramafenster. Ich dusche schnell (endlich mal wieder mit warmen Wasser), und dann treffen wir uns zu sechst im Hotelrestaurant, was zwar nicht geöffnet hat, wir aber dort auf Nachfrage unsere eigenen, im Supermarkt erworbenen Dinge konsumieren dürfen. Der Rest der Gruppe ist woanders essen. Um 21.30 Uhr sind wir dann wieder bereit zu schlafen…



Joggen, Schwimmen, Paddeln...


19.12.2013 -  Um 06.45 Uhr treffen wir uns für unsere Joggingrunde. Ich bin bereits eine Weile wach, aber nicht wirklich fit. Trotzdem macht es Spaß, am Strand erst in die eine, dann in die andere Richtung zu laufen. Auf beiden Seiten kommen wir nicht weiter, weil eine Wasserfurt uns den Weg abschneidet. Die Aussicht auf den palmengesäumten Strand ist einfach herrlich; so kann ein Tag beginnen! Es ist jetzt schon recht warm, aber noch angenehm. Nach 35 Minuten ist meine Runde beendet – das reicht für den Anfang!
Nach einem ausgedehnten Frühstück buchen wir mit ein paar Leuten unseren Ausflug für nachmittags, eine Paddeltour durch die Mangrovenwälder. Andere sind bereits unterwegs zu einer Delfinwatching- und Schnorchel-Bootstour. Wir bummeln zu dritt etwas durch den Ort, der allerdings nicht viel hergibt und gehen dann zum Strand. Die Wellen sind heute nicht so hoch, dafür die Wassertemperatur minimal geringer als gestern und es geht ein leichter Wind. Der ist aber fatal, denn so merken wir nicht, dass wir (zwar eingecremt) dabei sind, zu verbrennen. Wir haben alle nach nicht mal zwei Stunden einen ordentlichen Sonnenbrand. Mittags suchen wir uns dann auch ein schattiges Plätzchen vor einem Restaurant und essen einen kleinen Salat. Immerhin müssen wir uns ja für die bevorstehende Krokodilbegegnung stärken (die Dame an dem Veranstaltungsbüro meinte, während der Tour könnten wir durchaus welche sehen). Anschließend geht’s schnell aufs Zimmer, einmal schnell (kalt) abduschen, und um 14.00 Uhr werden wir dann schon für die Tour abgeholt. Außer uns fünf ist noch ein Pärchen aus Kalifornien dabei. Unterwegs (vom Bus aus) sehen wir dann auch unser erstes (und einziges) Krokodil, ein kleines, was mit offenem Maul unter einer kleinen Brücke liegt. Am Fluss angekommen, werden schnell die Kanus abgeladen und dann geht es auch schon los. Ich paddel zusammen mit René, unserem Guide, was natürlich den entscheide
nden Vorteil hat, dass ich immer als erste mitbekommen, was er mit seinen Adleraugen entdeckt. So sehen wir Kapuzineräffchen, Brüllaffen und einen ganz kleinen Affen, der von weitem eher wie ein Eichhörnchen ausschaut, dessen Namen ich aber auch nicht behalten habe. Weiter sehen wir „Black Iguanas“, grau-schwarze Leguane, und jede Menge Vögel. Die Fahrt ist wunderschön, schon etwas dschungelmäßig, alles ist herrlich grün. Und dann sehen wir von weitem schon das Meer, wo der Fluss mündet. Hier machen wir einen Stopp, eine traumhaft schöne Stelle, auf der einen Seite grünes Dickicht, auf der anderen eine schöne Bucht und das offene Meer, auf dem sich tolle Wellen bilden. Wir werden mit Ananas, Wasser und Cola verpflegt.und können Langusten (oder etwas in der Art) bestaunen, die Einheimische hier gefangen haben. Dann geht es irgendwann wieder zurück..Leider (oder glücklicherweise?) sehen wir auch jetzt kein Krokodil. René erzählt mir auch, dass er hier noch nie eines gesehen hat…. Auf dem Weg zurück sehen wir noch einen traumhaften Sonnenuntergang, leider nur vom Bus aus, bzw. halten wir kurz für einen Fotostopp.
Zurück im Ort holen wir noch schnell unsere Wäsche aus der Laundry und dann gehe ich das dritte Mal diesen Tag duschen (wieder kalt – irgendwas scheint mit meiner Dusche nicht zu stimmen). Der Koffer muss auch noch schnell gepackt werden, und dann ist es endlich Zeit fürs Abendessen. Ich habe einen Mörderhunger! Wir haben wieder mit der ganzen Gruppe einen Tisch im Hotelrestaurant reserviert, da das Essen hier wirklich gut ist und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Ich bestelle Spaghetti mit Meeresfrüchten und bin sehr glücklich über meine Wahl, es ist sehr sehr lecker! Nach dem Essen raffen wir uns dann tatsächlich noch auf um noch irgendwo ein Bierchen zu trinken und gehen erstmal zu einer Strandbar, wo ein Salsa-Abend stattfinden soll. Dort ist sogar „Ladies-Night“ (Shots for free), aber absolut nichts los. Also gehen wir zurück in den Ort, und laufen erst etwas unschlüssig herum, bis wir uns für eine Bar (Ariba) entschieden haben. Überall im Ort riecht es nach Marihuana, das ist unglaublich; man meint, man wird schon high, wenn man zwischendurch nur tief einatmet. Gegen 23.00 Uhr machen wir uns dann auch schon wieder zurück zum Hotel.


Donnerstag, 19. Dezember 2013

Strand...


18.12.2013 - Zum Glück hat der Bungalow dem Wind standgehalten und so stehe ich um 6.00 Uhr nachdem eine Horde Vögel bei uns vor der Tür ein Heidentheater gemacht haben. Es ist bedeckt und windig und fängt sogar leicht an zur regnen. Trotzdem bin ich etwas traurig, diesen wunderschönen Ort zu verlassen. Die Fahrt nach Nicoya, bzw. Samará ist recht ereignislos. Erst als wir schon in der Nähe der Küste sind, wandelt sich die Landschaft, grüne Hügel, an dessen Kämmen Bäume und Palmen wachsen und Pferde weiden, prägen das Bild. Wunderschön! Hier in dieser Gegend wird hauptsächlich Reis, Zuckerrohr und Melonen angebaut. Umso näher wir der Küste kommen, umso besser wird das Wetter, der Himmel immer blauer, und es ist richtig heiß. In Nicoya machen wir einen kurzen Halt, weil wir eigentlich die Kirche dort besichtigen wollen, eine der ältesten des Landes. Aber leider ist sie derzeit geschlossen, weil sie teils wiederaufgebaut werden muss, da sie bei einem letzten großen Erdbeben (7,6) erheblichen Schaden erlitten hat.
In Samará angekommen, fährt uns Andres erst einmal quer durch den Ort, dann checken wir in unsere Hotel Giada ein, eine nette Anlage, die zentral im Ort gelegen ist. Mein Zimmer geht auf einen kleinen Swimmingpool und liegt im ersten Stock. Zum Glück, denn im Garten tummeln sich mindestens zwei Echsen, die sich gegenseitig bekriegen und ihren Schlacht teilweise blutig auf der Terrasse von Manuela austragen.. nach kurzem Einrichten gehen wir zum Strand und stürzen uns in die Wellen des Pazifik. Es ist nur leider gar keine Abkühlung, denn die Wassertemperatur beträgt gefühlte 35°C. Trotzdem ist es herrlich, der Strand ist recht leer, obwohl Hauptsaison ist, palmengesäumt, mit tollen Ausblicken, da Samara in einer schönen Bucht mit vorgelagerten Inseln liegt. Die Wellen sind ideal um sich reinzustürzen, aber man kann glücklicherweise bis relativ weit draußen noch stehen. Danach bruzzeln wir etwas in der Sonne (es ist echt richtig heiß), und dann machen wir uns wieder auf zum Hotel, duschen und treffen uns um 16.30 Uhr mit ein paar Leuten bei dem Veranstalter nebenan um die möglichen Aktivitäten für morgen zu planen. Anschließend gehen wir zum Strand um tolle Fotos in der Dämmerung zu machen. Es ist einfach nur herrlich und ich habe inzwischen völlig vergessen, dass wir zu Hause eigentlich ja Winter haben.
Inzwischen habe ich einen Bärenhunger, da ich seit heute Morgen nichts mehr gegessen habe und freue mich dann auch sehr aufs gemeinsame Abendessen. Wir haben einen Tisch im Hotel bestellt und bei mir gibt es Pizza. Um 21.00 Uhr verabschieden sich die meisten schon wieder aufs Zimmer – mich eingeschlossen. Man ist abends doch immer sehr früh müde. Und außerdem wollen Manuela und ich morgen vor dem Frühstück eine Runde am Strand joggen gehen….


Mittwoch, 18. Dezember 2013

Im Winkel der Alten


17.12.2013 - Zum Glück habe ich nicht von Monsterschaben geträumt und habe sogar ganz gut geschlafen. Um 7.00 Uhr bin ich beim Frühstück, es gibt auch hier Gallo Pinto, Toast und Rührei, in der Hinsicht scheinen die Costaricaner sehr konsequent zu sein. Übrigens hat Thomas die Schabe für uns bestimmt: es ist die Riesentotenkopfschabe!!!
Um 8.00 Uhr fahren wir mit dem Bus ein kurzes Stück bis zum Nationalpark Rincon de la Vieja, wo wir eine dreistündige Wanderung unternehmen. Der Rincon de la Vieja ist ein Vulkan, bzw. ein Gebirgsmassiv von etwa 400 Quadratkilometern mit insgesamt neun Kratern (der höchste ist ca. 1900 m hoch). Das Wetter ist toll, warm bis heiß, aber immer geht ein Wind, so dass es gut auszuhalten ist. Wir laufen immer wieder an brodelnden (Schlamm-)Quellen vorbei, die teilweise heftig nach Schwefel stinken.  Und dann sehen wir einen Ameisenbär!!! Das ist wohl relativ selten und ein echtes Erlebnis, wie der kleine Kerl bis in den Baumwipfel klettert und dort fast vom starken Wind runtergeweht wird. Zwischendurch nascht er dann mal in einem Astloch ein paar Ameisen. Goldig! Die Bewegung tut total gut, die Gegend und der Weg sind sehr schön! Thomas erzählt uns auch die Geschichte, wie der Rincon de la Vieja zu seinem Namen („Winkel der Alten“) kam: Es gab hier mal zwei Indianerstämme und die Tochter des Häuptlings des einen (Corubanda) liebte den Sohn des Häuptlings des anderen. Da die beiden Stämme jedoch total verfeindet waren, ließ der Vater von Corubanda ihren Geliebten töten und in den Krater des Vulkans werfen, ohne zu wissen, dass sie bereits schwanger war. Corubanda ging in die Wälder, bekam dort ihr Kind und warf es dann ebenfalls in den Vulkankrater, damit seine Seele sich mit der ihres Vaters verbinden konnte. Sie selbst lebte fortan in den Wäldern als Heilerin. Und wenn die Leute bei ihr waren und geheilt wurden, sagten sie, sie waren im „Winkel der Alten“.
Gegen 11.30 Uhr sind wir wieder an der Lodge. Ich esse ein paar Kräcker und eine Bifi, und um 13.00 Uhr beginnt mein Ausritt, den ich gebucht habe. José,  mein (nur) spanischsprechender  Führer  erwartet mich bereits mit zwei Pferdchen (meine heißt Djaira). Zum Glück habe ich aus der Tour am Cotopaxi gelernt und diesmal bei der Buchung gesagt, dass ich reiten kann und gern auch ein flottes Pferd hätte. Und so ging es dann auch echt zügig los, im Trab oder Galopp über Stock und über Stein. Aber die kleinen schmalen Pferdchen hier sind einfach unglaublich tritt- und geländesicher. Außerdem reiten wir uim Westernstil, was das ganze für mich total komfortabel macht. Es macht unglaublich viel Spaß und ich genieße jede Minute, bin sehr froh, dass ich mich für die Reittour entschieden habe (und ich finde 35 $ für 1,5 Stunden auch echt fair). So ziemlich am Anfang sehen wir sogar eine Schlange (Lora), eine recht große, giftgrüne, die quer auf dem Weg liegt und die ich erst gar nicht wahrnehme. Dann schlängelt sie sich ins Gebüsch wo sie sich kaum noch von der Umgebung absetzt und ich echt Schwierigkeiten habe, sie überhaupt zu erkennen. Wir reiten weiter,  machen einen Stopp an dem natürlichen Termalbad im Park, aber nur um Fotos zu machen, dann geht es wieder weiter. Die eit ist viel zu schnell vorbei, und am Schluss preschen wir noch einmal über die große Wiese  an der Lodge, dann ist dieses Event leider auch schon wieder vorüber. Den Rest des Tages habe ich frei. Ich laufe etwas über die Anlage und richte mich dann an der Bar mit meinem Netbook ein (in der Sonne ist es zum einen zu grell, zum anderen viel zu heiß). Dort hat man eine super Aussicht, vor allem auf den kleinen See und die Weiden.
Abends essen die meisten von uns im Hotelrestaurant (ich habe mich für den hervorragenden Fisch mit Reis entschieden) und anschließend spielen wir mit ein paar Leuten UNO. Gegen 20.00 Uhr sind wir alle so  müde, dass wir aufs Zimmer gehen. Wieder kommt es einem viel viel später vor. In der Nacht ist es so windig, dass ich manchmal glaube, der Bungalow bricht gleich zusammenn.