Samstag, 1. Februar 2014
Freitag, 3. Januar 2014
Wieder daheim
02.01.2014 – Nun habe ich
bereits die erste Nacht zu Hause verbracht. Dank Melatonin habe ich
hervorragend geschlafen. Nachts bin ich tatsächlich aufgewacht und wusste
nicht, wo ich mich befinde, habe mich erst nicht getraut, nach einem
Lichtschalter zu suche, da man ja nicht weiß, was so rumkriecht... Es dauerte
eine Weile, bis mir klar war, dass ich in meinem eigenen Bett liege.
Gestern war ein langer Tag,
aber ich Nachhinein ist er doch total schnell rum gegangen. Als mich dann meine Schwester mit meinem großen
Neffen am Bahnhof in Bochum in Empfang nahm, habe ich mich gefreut, wieder zu
Hause zu sein.
Ich hoffe für alle aus
meiner Gruppe, dass sie genauso reibungslos nach Hause gekommen sind. Und
außerdem möchte ich euch auf diesem Weg noch für eine schöne gemeinsame Zeit in
einem wundervollen Land danken! Eine gute Gemeinschaft macht solch eine Reise
noch besonders!
Nun werde ich schon mal über
neue Reiseziele nachdenken – Anregungen dafür habe ich ja genug bekommen. Pura
Vida!!!
Mittwoch, 1. Januar 2014
Adios Costa Rica
01.01.2014 – So, nun heißt
es langsam Abschied nehmen von Costa Rica. Es war eine tolle Zeit hier mit
vielen schönen Eindrücken. Aber jetzt freue ich mich auch auf zu Hause. Das ist
das einzig gute daran, dass wir den letzten Tag hier in San José verbringen, da
fällt einem der Abschied nicht so schwer. Das war gestern am Karibikstrand
schon anders! Und obwohl die Gruppe wirklich top war, freue ich mich auch
darauf, wieder andere Menschen um mich zu haben. Allerdings wird der Tag heute
sehr sehr lang werden. Um 13.00 Uhr werden wir zum Flughafen gebracht, dort
sind wir spätestens um 14.00 Uhr, der Flieger geht aber erst um 17.45 Uhr. Der
Flug nach Madrid dauert 10.15 Stunden, wir landen dort um 11.00 Uhr unserer
Zeit, der Flug nach Frankfurt ist aber erst um 15.50 Uhr und dauert auch
nochmal 2.40 Stunden. Und dann muss ich noch mit dem Zug irgendwie nach Hause
kommen…
Silvester in San José
31.12.2013 – Der letzte Tag
in diesem Jahr beginnt sehr ruhig. Da wir nichts auf dem Programm haben außer
die Busfahrt nach San José und diese auch erst um 11.00 Uhr losgeht, haben wir
viel Zeit. Ich gehe vor dem Frühstück zum Strand und genieße noch einmal den
herrlichen Anblick der tosenden Wellen, die heute noch gewaltiger sind, auch
weit draußen sieht man welche. Ich laufe ein Stück, obwohl es leicht regnet.
Das Frühstück würge ich inzwischen fast hinunter, aber irgendwas muss ich ja
essen. Ich bin mir sicher, dass ich das nächste halbe Jahr weder Reis noch
Bohnen noch Rührei essen werde! Nach dem Packen bin ich nochmal am Strand, wo
ich auf einen Großteil der Gruppe stoße und es werden noch ein paar Fotos
gemacht.
Die Fahrt nach San José ist
sehr ermüdend, um 16.00 Uhr sind wir in etwa da. Wir bringen kurz die Sachen
aufs Zimmer (Ich habe wieder mein „altes“ Zimmer), dann heißt es Abschied
nehmen von Thomas, der uns bereits heute verlässt und zu seiner Familie fährt.
Es fällt schon ein wenig schwer, immerhin ist er ein ganz toller Mensch, der
uns die 3 Wochen mit unendlicher Geduld betreut und mit schier unendlichem
Wissen gefüttert hat. Einen Reiseleiter mit so viel Engagement zu haben, ist
schon ein großes Glück! Er geht dann aber noch mit uns los, um zu versuchen,
einen Tisch für abends zu reservieren. Wir versuchen es zunächst im Steakhaus
gegenüber, aber der Kellner lacht nur höflich, da alles ausgebucht ist (allerdings
haben wir auch die Vermutung, dass wir auch so nichts bekommen hätten, da wir
noch in unseren Busklamotten, teils mit Wandersachen und Rucksack auf dem
Rücken dort auflaufen und das Restaurant schon etwas gehobenere Klasse ist).
Wir reservieren für 19.00 Uhr einen Tisch im „El Patio“ am Anfang der
Fußgängerzone, was auch nicht weit weg ist von unserem Hotel. Und da wir zu
neunt unterwegs sind, dürfte es auch weniger gefährlich sein (der Typ von der
Rezeption hatte uns nur gewarnt, auf keinen Fall vom Hotel aus links zu
gehen!). Um kurz nach 17.00 Uhr telefoniere ich mit meiner Schwester und meinen
Eltern, wünsche ein frohes neues Jahr. Das ist irgendwie total komisch, da das
Gefühl für den Jahreswechsel genauso wenig vorhanden ist wie vor einer Woche
für Weihnachten.
Das Essen ist teuer aber gut
(Pizza 15 – 20 USD). Ich esse einen Hamburger, der vielleicht der beste ist,
den ich je gegessen habe. Gegen 21.30 Uhr gehen wir zum Hotel zurück und
richten uns draußen an einem Tisch ein. Wir hatten nachmittags noch eingekauft,
Wein und Chips und der Tisch ist völlig überladen. Wir halten gut durch, und
mit einigen Anekdoten, die erzählt werden, vergeht die Zeit bis 0.00 Uhr recht
schnell. Geknallt wird hier schon seit 20.00 Uhr, noch extremer als bei uns.
Fürs Feuerwerk und zum Anstoßen gehen wir in den 2. Stock, von wo man einen
halbwegs guten Blick auf die Stadt hat. Das Hauptfeuerwerk scheint aber eher in
den Vororten stattzufinden, weit weg. Anschließend bleiben wir noch in kleinerer
Runde etwas sitzen.
Neujahr
31.12.2013 - Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr!
Ich hoffe, ihr seid gut rein gekommen.
Wir sind in knapp 6 Stunden dran...
Ich hoffe, ihr seid gut rein gekommen.
Wir sind in knapp 6 Stunden dran...
Dienstag, 31. Dezember 2013
Freier Tag
30.12.2013 – Heute haben wir
einen „freien“ Tag, so dass wir keinen Wecker stellen müssen. Ich habe gut
geschlafen, aber um 6.30 Uhr bin ich wach. Ich kämpfe kurz mit mir, aber dann
raffe ich mich doch auf und gehe eine Runde laufen. Bevor ich aus dem Zimmer
komme, höre ich bereits ein Miauen, und tatsächlich, meine Katze steht bei mir
vor der Tür und springt direkt wieder auf meinen Schoß als ich mir die Schuhe
anziehe! Sie hat bereits mein Herz erobert, und wären wir hier nicht in Costa
Rica, wäre ich echt versucht, sie mitzunehmen… Leider kann man hier nicht so
gut am Strand laufen, so dass ich erste ein paar Feldwege ausprobiere, die sich
aber alle als Sackgassen herausstellen, die zu
irgendwelchen Unterkünften führen, und dann einfach die Straße entlang
laufe. Einen Schlenker mache ich noch zum Strand, weil die Anblick einfach
atemberaubend ist und ich diesen einfach in mich aufsaugen muss. Es ist bereits
warm und sehr schwül, über dem Strand, den Palmen und dem Meer hängt der Dunst,
und die Morgensonne scheint hinein. Herrlich!! Das Frühstück ist wie immer, und
inzwischen entwickle ich eine echte Abneigung gegen Reis, Bohnen und Rührei,
esse es aber trotzdem, weil es sonst nur Toast und Pancakes gibt. Allerdings
nur so viel, um etwas im Magen zu haben, den Rest fülle ich mit Obst und Müsli.
Der Himmel ist zunächst
bewölkt, und so beschließe ich, heute früh in die Stadt zu laufen und dort
etwas rumzubummeln. Nachdem ich mich aber stadtfein gemacht habe, komme ich aus
meiner Höhle (mein Zimmer ist extrem dunkel) und muss feststellen, dass
inzwischen die Sonne scheint. Also Plan A! Bikini an und um 9.30 Uhr liege ich
als erste am Strand. Es ist bereits jetzt richtig heiß und nach einer Weile bin
ich schon schön angebraten. Zeit zum Wenden. Über dem Meer hängt eine graue
Wand und es sieht so aus wie gestern Nachmittag, als es plötzlich anfing zu
regnen. Tatsächlich tröpfelt es auch ein wenig, hört aber ganz schnell wieder
auf. Die Wellen sind wieder mega und wir haben jede Menge Spaß. Die Strömung
ist heute allerdings auch noch viel heftiger, wobei wir hier eher seitlich als
aufs offene Meer getrieben werden. An den Hauptstränden Richtung Puerto Viejo
sind heute überwiegend rote Flaggen gehisst und Thomas hatte auch beim
Frühstück erzählt, dass das Meer im Moment wohl ungewöhnlich aufgewühlt sei.
Das ist auch der Grund, warum der Schnorchelausflug, den einige von uns heute
hätten machen wollen, nicht stattfinden konnte. Schade! Ich wandere kurz in den
Schatten, dann jedoch wieder in die Sonne. Immerhin ist heute die letzte
Gelegenheit, in diesem Jahr noch etwas Farbe zu bekommen! Um 13.30 Uhr bin ich
dann rumdherum schön rot gebruzzelt und gehe duschen. Dann mache ich mich zu
Fuß auf nach Puerto Viejo, ein bisschen bummeln, aber in erster Linie wegen dem
Bikini, den ich gestern Abend dort gesehen habe und den ich unbedingt kaufen
will. Laut Thomas sind es 20 Min in den Ort, der Hotelbesitzer hat noch 5
Minuten obendrauf gegeben. Tatsächlich bin ich nach 40 Minuten flottem Gehen
da! Aber die Bewegung tut mir gut, obwohl ich nassgeschwitzt bin, es ist sehr
heiß und die Luftfeuchtigkeit liegt bei 80 % oder so. Ich werde von einem
Schwarzen Rastaman auf einem Fahrrad angesprochen, ganz nett, er fragt, wo ich
herkomme, was ich vor habe, blabla. Tatsächlich will er mich aber nicht
anmachen, sondern irgendwelche Ausflüge verkaufen. Ich erzähle ihm, ich treffe
mich mit den anderen aus meiner Gruppe und dass wir eh morgen abreisen. Der
Bikini ist nicht in meiner Größe da und die Lust auf Shoppen minimiert sich dadurch
erheblich. Trotzdem ziehe ich noch etwas durch die Läden, muss aber feststellen,
das sie auch hier eine ähnlich Auswahl haben wie überall sonst, nur teils noch
teurer sind. Trotzdem gefällt es mir hier, von überall kommt Musik, meist
Reaggy, und obwohl heute längst nicht mehr alle lächeln (es ist Montag, und die
Wochenendbesucher sind weg), merke ich, wie der „federnde Gang“ langsam Besitz
ergreift. Ich genieße es auch, mal allein durch die Gegend zu ziehen. Am Ende
kaufe ich zwei T-Shirts und gehe bei Sabine was essen. Nicht, weil ich den
Service so super fand, aber hier weiß ich wenigstens was mich erwartet. Man ist
ja doch ein Gewohnheitstier, und das ärgert mich dann schon ein wenig, als ich
da sitze und feststellen muss, dass das Personal in etwa so „freundlich“ ist
wie Sabine selbst. Meine Fettuchine mit Meeresfrüchten sind allerdings sehr
lecker. Für den Rückweg gönne ich mir ein Taxi. Dafür gehe ich zur
Bushaltestelle und frage drei Männer, die an deinem Auto lehnen und sich
unterhalten. Unser Hotelbesitzer hat mir das so erklärt. Die Taxis sind auch
keine, die als solche erkennbar sind, sondern Autos in allen Farben und
Fabrikaten, ohne Tachometer. Erst sagt der eine 4 USD (das ist der Preis, den
auch der vom Hotel meinte), dann kurzes Gespräch untereinander, der andere
wollte dann 6 USD. Man kann’s ja mal versuchen! Ich bin natürlich für 4 USD
gefahren. Andernfalls wäre ich gelaufen. Aber Thomas hatte uns schon gewarnt,
dass man ggf. versuchen wird, einen über den Tisch zu ziehen.
Montag, 30. Dezember 2013
Cahuita-Nationalpark
29.12.2013 – Um 8.00 Uhr
geht es heute mit dem Bus zum Cuhuita-Nationalpark, wo wir ca. 4,5 Stunden
durchlaufen. Es ist ein sehr schöner Park, der Weg verläuft überwiegend
parallel zum Meer und so hat man immer wieder traumhafte Aussichten auf kleine
Buchten und hohe Wellen. Wir sehen eine Brüllaffenfamilie (Vater, Mutter,
Minibaby), jede Menge Eidechsen, Einsiedlerkrebse und Spinnen. Dann entdecken
wir das erste Hightlight: Die Schlegelsche Lanzenotter. Eine knallgelbe kleine
Schlange, die eine der giftigsten des Landes ist und deren Biss in vielen
Fällen tödlich verläuft. Sie liegt total friedlich im Gebüsch und sonnt sich.
Jeder versucht, natürlich mit entsprechendem Sicherheitsabstand, ein tolles
Foto hinzubekommen. Kurz darauf treffen wir auf eine Waschbärenmama mit ihren
zwei Halbwüchsigen, die verzweifelt versucht, über den Weg in den Wald zu
kommen, den wir ihr aber immer wieder versperren, weil wir Fotos machen. Dann
sehen wir ein Kapuzieneräffchen, welches sich grad ausgiebig mit einer
Noni-Frucht einreibt. Putzig. Doch die nächsten seiner Art sind dann schon gar
nicht mehr so putzig, denn sie sind gar nicht mehr menschenscheu und aus auf
alles essbare. Sobald sie eine Tüte rascheln hören, ist einer zur Stelle und
wenn man nicht aufpasst oder schnell genug ist, klauen sie einem die Sachen vor
den Augen weg. Ich habe überhaupt nicht nachgedacht, als ich, vermeintlich
außer Sichtweite des letzten Affen, meinen Rucksack aufmache und eine
angebrochene Chipstüte raushole. Plötzlich kam ein Affe angewetzt und ich habe
die Tüte panikartig in Manuelas Rucksack versteckt und bin erstmal
geflüchtet. Ein älteres Paar lief mit
zwei Plastiktüten, wo vermutlich Proviant für den Strand drin war, da kam
blitzschnell so ein Kapuzineraffe von hinter und hat quasi im Sprung versucht,
dem Mann die Tüte zu entreißen. Wir sehen noch zwei weitere Schlangen, eine
gelbe, eine gräuliche. Aufregend! Nur einen Tucan haben Manuela und ich immer
noch nicht gesehen.
Der Spaziergang war echt
schön, aber inzwischen ist es auch sehr heiß, so dass ich dann doch ganz froh
bin, als wir gegen 13.00 uhr am Bus ankommen. In Puerto Viejo haben wir knapp
1,5 Stunden, die Manuela und ich nutzen, um etwas essen zu gehen. Die zeit
reicht dafür grad mal so, denn hier gibt es karibische Langsamkeit gratis dazu.
Tranquillo!
Zurück am Hotel stürzen wir
uns schnell in die Fluten. Hier sind die Wellen wirklich hoch, aber allzu weit
traue ich mich nicht raus, da eine Riesenwelle nach der anderen kommt und die
Strömung hier auch nicht ohne sein soll. Leider gibt es an unserem Strand ab
15.00 Uhr keine Sonne mehr, so dass ich anschließend im Schatten auf meinem
Handtuch liege. Allerdings auch nicht lange, denn es fängt an zu regnen und ich
flüchte mich auf mein Zimmer. Es regnet kurz ziemlich heftig, lässt aber dann
auch wieder nach.
Um 18.30 Uhr fahren wir nach
Puerto Viejo zum Abendessen. Wir haben einen Tisch im „Flip Flop“ bestellt, der
einer Deutschen namens Sabine gehört. Das Essen ist gut, aber Sabine ist eine
schnippische angespannte Person mit extravagantem Kleidungsstil. Ich fühle mich
nicht wirklich herzlich willkommen und würde deshalb allein hier nicht nochmal
hingehen. Nach dem Essen gehen Manuela und ich ein halbes Stündchen durch den
Ort. Ich finde es super hier, karibisches Lebensgefühl!
Sonntag, 29. Dezember 2013
Fahrt nach Puerto Viejo
28.12.2013 – Das Gebrüll der
Brüllaffen ab etwa 5.00 Uhr ist fast ohrenbetäubend. Tatsächlich sitzen sie
wohl in dem Baum hinter meinem Zimmer, und da es ja hier nicht einmal Fensterscheiben
(nur Fliegengitter) gibt, hört es sich so an als würden sie direkt neben mir in
meinem Bett hocken. Trotzdem genieße ich es, und die vielen anderen Geräusche,
die sich nach und nach dazugesellen.
Um 6.15 Uhr gehe ich etwas
durch die Anlage und zur Rezeption wo ich meine Rechnung bezahle. Um 8.00 Uhr
sind wir dann wieder auf dem Boot um bis zur Anlegestelle zurückzufahren, wo
Andrés uns mit dem Bus abholt. Auf der einen Seite finde ich es schade, dass
wir schon wieder abreisen, immerhin ist das hier schon für mich eines der
Highlights was die Landschaft angeht, andererseits sind die zwei Tage auch
genug. Ich bin sehr zwiegespalten, was meine Meinung über den Tourismus hier
angeht. Auf der einen Seite ist es sicherlich gut und für die Menschen im Land
von großem Vorteil (lt. Thomas hängt jeder 7. Job direkt oder indirekt am Tourismus).
Allerdings kommt von dem Geld, was ich
für diese Reise bezahle, kaum etwas der Um- und Tierwelt zugute, lediglich über
die Nationalparkleiontritte. Daher bin ich zwischenzeitlich äußerst skeptisch,
wenn ich sehe, was hier so abgeht. Auch wenn sich die Touristen hier doch auf
diverse Lodges verteilen, fahren hier täglich hunderte Boote über den Fluss und
die Kanäle, so dass man häufig einen deutlichen Ölfilm auf dem Wasser erkennen
kann. Außerdem machen allein die Boote einen Riesenlärm. Und aus Tortuguero
dröhnt abends die Musik aus der Disco. Zwar nicht die ganze Nacht, aber der
Lärm ist trotzdem da. Da ist es für mich kein Wunder, dass sich die Tiere mehr
und mehr zurück ziehen…Tuen wir was Gutes, indem wir in solche Länder reisen?
Oder tragen wir dazu bei zu zerstören? Ich weiß es nicht!
Auf der einstündigen
Bootsfahrt haben wir noch zwei Hightlights: einen Kaiman, und dann sehen wir
ein kleines Krokodil, das auf einer kleinen Sandbank liegt. Super! Die Reise an
sich bis nach Puerto Viejo ist wirklich mühselig, wir brauchen 6,5 Stunden,
inklusive einer Pause an einem Supermarkt. Ich bin total fertig, könnte nur
schlafen. Gegen 14.30 Uhr kommen wir endlich in unserem Hotel „Camarona“ an.
Wir nehmen unsere Schlüssel in Empfang und jeder stürmt auf sein Zimmer. Die
Stimmung ist irgendwie generell etwas angespannt, der Tag heute lief irgendwie
nicht so rund, und so kamen fast alle (mich eingeschlossen) zurück zur
Rezeption, von wo aus wir den heutigen Ausflug starten wollen, und moppern
erstmal über die Zimmer. Muffig, schmierig, riecht extrem (bei mir nicht), kein
Safe (ich habe einen), kein Ventilator (ich habe einen), Klimaanlage super laut
(stimmt), keine Badetücher auf dem Zimmer
(die waren noch gar nicht ganz fertig), und und und. Ich war auch im
ersten Moment gar nicht angetan und im nachhinein wünschte ich, ich hätte einen
Moment gehabt, um mich zu sammeln, alles nochmal zu scannen, bevor ich
angefangen habe zu meckern. Tatsächlich kommt der Muff sicher vom fast
unmittelbar angrenzenden Meer und der immer hohen Luftfeuchtigkeit, und im
großen und ganzen ist das Zimmer in Ordnung; der Typ an der Rezeption scheint
megabemüht zu sein. Ich bin nur vor allem furchtbar müde vom Busfahren und
insgesamt ist man inzwischen wieder etwas zu überheblich. Eigentlich ist es
gut, dass wir gleich wieder in den Bus steigen um noch ca. 20 Minuten zum
Manzanillo-Nationalpark fahren. Dort lässt Andrés uns an einem Strand raus, wo
heute zig Einheimische ihren Strandtag
verbringen, überall wird gegrillt, gebadet, gefeiert. Hier ist Karibik, hier
sind schöne Menschen (viele schöne Männer, die Frauen sind fast alle fett!),
hier ist Leben! Was ich toll finde ist, dass die meisten mich anlächeln.
Manuela meint, sie lachen uns aus, weil wir mit unserer Outdoorkleidung hier so
offensichtlich fremd herumlaufen, aber das ist mir egal, Hauptsache ist, sie
lachen, zeigen Regung, und ich finde schon, dass sie freundlich, offen wirken.
Ich liebe es hier, obwohl der Strand nicht so traumhaft ist wie in Manuel Antonio,
aber hier ist Leben! Ich wünsche mir, ich könnte ein bisschen mehr Teil davon
sein, aber in der Gruppe ist das natürlich völlig abwegig und außerdem hat uns
Thomas inzwischen zigmal davor gewarnt, was für Gefahren (Diebstahl,
Vergewaltigung, Entführung, Weltuntergang, etc.) hier lauern könnten, so dass
das Unvoreingenommene erstmal ausgeschaltet ist. Schade eigentlich!
Wir gehen anschließend im „Maxi“
essen, was Thomas empfohlen hat. Als wir die Speisekarte lesen, muss ich feststellen,
dass dies das bisher teuerste Restaurant der Reise ist. Zwar locker, karibisch
(wie Thomas uns suggerieren wollte), es sind viele Einheimische da, aber
trotzdem hat es eine touristischen Tough. Das Essen (ich habe Fischfilet, was
erst kalt, und nach dem zurückgeben total trocken ist) ist für diesen Preis echt
nicht gut genug . Leider ist das nicht die erste "schlechte" Empfehlung von
Thomas. Ich wünschte mir, er würde uns mehr Sodas (einheimische und günstige
kleine einfache Restaurants) vorschlagen.
Gegen 19.00 Uhr sind wir
zurück am Hotel. Ich springe direkt unter die (mal wieder) kalte Dusche und
setze mich vor mein Zimmer um zu schreiben, bis ich mit Manuela, Rita und
Monika zum Strand gehe und wir dort an einem Tisch bei Kerzen-und Taschenlampenschein
sitzen und wir dort ein bisschen quasseln, im Hintergrund das Meeresrauschen.
Sehr schön! Und das Zimmer wirkt auch gar nicht mehr so schlimm wie vorhin…
Samstag, 28. Dezember 2013
Viele Tiere - endlich!
27.12.2013 – Heute heißt es,
um 5.30 Uhr aufstehen, da der erste Ausflug um 6.00 Uhr losgeht. Tatsächlich
war ich aber auch heute schon wieder eher wach und habe den Geräuschen von
draußen gelauscht, die Brüllaffen und Co am frühen Morgen bereits veranstalten.
Schön! Die Bootstour führt uns erstmal zur Nationalparkverwaltung, wo Thomas
die Tickets besorgen muss. Dort hat sich bereits eine Schlange gebildet, auf
dem Wasser in Form von Booten und an Land in Form von Reiseleitern. Das
verdirbt mir einen kurzen Moment die Vorfreude auf den Ausflug, da ich
befürchte, dass wir aneinandergereiht durch den Nationalpark fahren werden.
Aber es verteilt sich dann doch sehr gut, so dass wir nur hin und wieder einem
anderen Boot begegnen. Schon nach kurzer Zeit sehen wir eine Horde Kaputzineräffchen,
die munter durch die Bäume am Ufer springen. Klasse! Wir sehen ein paar Blaureiher,
einen Amerikanischen Grünfischer und einen weiblichen amerikanischen
Schlangenhalsvogel, der auf einem Ast im Wasser stehend die Flügel weit
ausbreitet um diese nach einem Tauchgang zu trocknen, ein schöner Anblick!
Große gelbgrüne Leguane sitzen in den Bäumen und eine Horde Brüllaffen hängt
faul herum. Dann biegen wir ab in den Palmenkanal „La Palma“, der, wie der Name
vermuten lässt, gesäumt ist von Palmen. Deren Wedel sind bis zu 15 Meter lang und werden unter
anderem zum Eindecken von Hausdächern verwendet. Irgendwann beginnt unser
Bootsführer mit glucksenden Geräuschen, die angeblich Kaimane anlocken sollen,
sich aber eher anhören, als ob er sein Frühstück hochwürgt. Wir schauen gespannt
ins Wasser, als plötzlich in den Wasserpflanzen tatsächlich ein kleiner Kaiman
herumschnellt und dann abtaucht. Nach dem ersten Schreck suchen wir im Wasser
und entdecken aber nur (auf Hinweis des Bootsführers) ein Augenpaar.
Nach dem Ausflug stürzen wir
uns alle hungrig auf das Frühstück, welches natürlich wieder aus „Gallo Pinto“,
Ei, Pancakes und Obst besteht, allerdings gibt es außerdem Würstchen und Käse.
Anschließend lege ich mich ein Stündchen aufs Bett, weil mein Nacken vom vielen
Hochgucken extrem schmerzt.
Um 11.30 Uhr fahre ich mit
Manuela und Dirk mit dem Wassertaxi nach Tortuguero, wo wir etwas durch die
Shops schleichen und dann in der „Buddha-Bar“ zu Mittag essen. Hier sitzt man
wunderschön, direkt am Fluss, die Preise sind allerdings gesalzen. Eine der
kleinen Sodas wäre hier sicher die bessere Wahl gewesen. Anschließend laufen
wir noch ein Stück durch den Ort und gehen dann nochmal zum Strand, laufen hier
ein Stück zurück und biegen wieder Richtung „Ortskern“ ab. An der
Nationalparkverwaltung werden wir von der Gruppe eingesammelt und machen uns
auf zu unserem zweiten Bootsausflug. Hier haben wir wieder einen super
Bootsführer, der alle möglichen Tiere erspäht, die wir alle per bloßem Auge
nicht erkannt hätten. So sehen wir zum Beispiel einen Stirnlappenbasilisken
(sowohl das weibliche als auch das männliche Exemplar), einen
Gelbkopfnachtreiher, ein Faultier weit oben in den Bäumen, welches sich sogar
ein wenig fortbewegt (aber leider viel zu weit weg ist um ein gescheites Foto
hinzubekommen), diverse Süßwasserschildkröten, eine Binsenralle (ein entenähnliches
Geschöpf), einen Kahnschnabelreiher, Blaureiher, Schmuckreiher. Die Ausbeute
ist heute wirklich gut. Und am Ende sehen wir wieder zwei Kaimane, die so vor
sich hinschwimmen. Und das alles vor einer wunderbaren Kulisse. Wir sind alle
sehr zufrieden mit dem heutigen Tag.
Zurück am Hotel gönnen wir
uns ein Bierchen und ich freue mich schon auf das Abendessen, da es hier auch
Pasta geben soll…
Freitag, 27. Dezember 2013
Tortuguero
26.12.2013 – Wir müssen
zusehen, dass wir pünktlich um 7.45 Uhr wegkommen, da heute Mittag eine große
Parade in der Stadt stattfindet (hierfür wurden bereits überall Tribünen und
Straßensperren aufgebaut). Wir kommen aber gut weg und aufgrund des Feiertages
auch supergut raus aus St. José. In entgegengesetzter Richtung ist viel mehr
los – das sind all die Leute, die heute ans Meer wollen. Irgendwann fahren wir
durch den längsten Tunnel Costa Ricas – mit immerhin 500 Metern! Dann gehet es
über die Laut Thomas gefährlichste Straße des Landes, aufgrund der Kurven,
Spurrillen, Erdrutschen und völlig übermüdeten LKW-Fahrern. Irgendwann kommen
wir dann wieder auf eine ganz schlechte Schotterstraße, die uns eine Stunde bis
zum Bootsanleger führt. Auf dem Weg fahren wir an einigen Bananenplantagen
vorbei. Laut Reisebeschreibung war auch eine Begehung einer solchen eingeplant,
aber dies ist wohl nicht mehr möglich, wie Thomas uns später erklärte (müsste
dann aber mal aus dem Programm genommen werden…). Am Bootsanleger erwartet uns
dann erstmal ein kleiner Schock: Hunderte Touristen tummeln sich hier und
warten darauf in eine der (angeblich) wenigen Lodges per Boot transportiert zu
werden. Das ist hier auf einmal dermaßen touristisch, dass ich im ersten Moment
nur denken „Oh Gott! Ich will hier nicht bleiben!!!“. Nachdem aber dann unser
komplettes Gepäck per Schubkarren aufs Boot gekarrt wurde, scheinen wir kurz
nach dem Ablegen zumindest momentan die einzigen zu sein, die in dieser
wunderbaren grünen Idylle dahintuckern. Dann werden wir aber von den ersten
Booten überholt. Die Fahrt über den kleinen Fluss „Rio Fuerte“ (Glücksfluss)
ist zauberhaft, die Landschaft, die ich so liebe. Wasser, und links und rechts
saftiges Grün, Palmen und anderes Gewächs. Wir sehen auf dem kurzen Weg Klammeraffen,
einen Eisvogel, Schmuckreiher, Graureiher, Amerikanische Schlangenhalsvögel.
Der Rio Fuerte mündet dann in den Rio Tortuguero, einen breiteren Fluss, wo wir
auch etwas Gas geben können. Wir sehen den Tortuguero-Hügel, der früher mal ein
Vulkan war; die Vulkaninsel war mit dem Festland zusammengewachsen. In den
Tortuguero-NP kommt man übrigens nur per Boot oder per Kleinflugzeug, Straßen
gibt es keine hinein. Ich kann mich kaum satt sehen an dieser wunderschönen
Flusslandschaft.
Nach etwa einer Stunde
kommen wir an unser „La Baula Lodge“ an, wo wir mit einem Fruchtdrink empfangen
werden. Generell hübsche Anlage, die Zimmer sind in mehreren verschieden bunt
angestrichenen Komplexen untergebracht und verfügt sogar über einen kleinen Pool.
Nachdem wir die Zimmer (ich habe eines mit Flussblick) bezogen und ein Bierchen
getrunken haben, streifen Manuela und ich etwas über die Anlage, wo wir immer
wieder anderen aus unserer Gruppe begegnen. Nach kurzer Zeit entdecken wir eine
Horde Klammeraffen, die sich direkt über unseren Köpfen tummeln. Ich mache
einige Bilder und habe ein paar tolle Schnappschüsse dabei. Wir sehen noch
einen witzigen Vogel, der sich 180 Grad vorwärts den Ast runter wirft, dabei
das Schwanzgefieder ausbreitet, was ganz witzig ausschaut. Leider geht das alle
so schnell, dass es fotografisch nicht festzuhalten ist. Dann streifen wir noch
weiter durch die an sich nette Anlage und stoßen noch auf eine giftgrün-gelbe
Spinne. Die sieht hammergeil aus! Um sie schön scharf aufs Foto zu bekommen,
muss ich ganz dicht rangehen und hoffe einfach darauf, dass sie mich nicht
anspringt. An einem Baum hängt bewegungslos ein „Lappenobilisk“, cool!
Nachmittags fahren wir mit
dem Hotelboot nach Tortuguero. Am Eingang erzählt Thomas uns anhand von
Schautafeln noch etwas über den Nationalpark, wir entdecken ein riesiges Spinnennetz
mit einer ebenso großen Spinne („Golden-Orb-Spyder“ bzw. Radnetzspinne - inklusive
Beine etwa so groß wie eine kleine Frauenhand), die richtig klasse aussieht
(hätte nie gedacht, dass ich so etwas mal über eine Spinne sagen würde!). Was
wir dort auf den ersten Blick sehen, ist das Weibchen, das Männchen sitzt auch
daneben und ist allerdings um ein vielfaches kleiner. Wir bummeln etwa eine
Stunde durch den Ort, und dann auf die andere Seite, wo wir auf einmal am
Atlantikstrand stehen. Genial! Hier gibt es noch beeindruckendere Wellen,
allerdings auch die eindeutige Warnung, dass man hier aufgrund der sehr gefährlichen
Strömungen nicht schwimmen gehen sollte. Dann holt uns das Boot auf der
Flussseite auch schon wieder ab. Ich finde es schade, dass wir nicht ein
bisschen Zeit haben um auf eigene Faust etwas durch den Ort zu bummeln, zumal
wir dann in der Lodge noch reichlich Zeit haben, aber das ist wohl nicht
vorgesehen. Später treffen wir uns zu dritt fürs Abendessen, es gibt Thunfisch
aus der Dose, Tütensuppe und Kekse, da wir für das Buffet (15 USD) nicht
ausreichend hungrig sind.
Als ich dann später in
meinem Bett liege, dringen zig Geräusche aus dem Busch herein, es ist aber nicht umheimlich, sondern wirklich schön
anzuhören.
Donnerstag, 26. Dezember 2013
San José
25.12.2013 – Da wir heute
erst um 10.30 Uhr aufbrechen, können wir den Morgen ganz gelassen angehen. Ich
schlafe hervorragend, bin aber dann doch zu faul für eine Joggingrunde und
starte den Tag direkt mit dem (immer noch
spärlichen) Frühstück. Anschließend mache ich einen letzten Spaziergang
am wunderschönen morgendlichen Pazifikstrand – ich trenne mich nur ungern von
diesem Ort.
Dann geht es wieder in den
Bus und wir fahren etwa 3 Stunden, essen noch schnell was in einem ziemlich
großen Restaurant it viel Betrieb in der Nähe des Flughafens. Dort setzen wir
wenig später unsere Wiener ab, die heute bereits abreisen. Der Abschied ist
kurz und schmerzlos, aber wir finden es alle schade, dass die beiden von nun an
nicht mehr dabei sind (ich hoffe, ihr habt einen reibungslosen Rückflug!).
Wir fahren weiter zu unserem
Hotel „Colonial“ nach San José. Das ist wirklich gut, mit dem optisch
modernsten Bad bisher. Allerdings gibt es auch hier Schimmelflecken an der Wand
und die Flecken auf dem Bettlaken mag ich mir nicht genauer ansehen, sondern
hole direkt wieder mein Inlay aus dem Koffer. Wir bringen nur kurz unser Gepäck
auf die Zimmer, dann geht es um 15.00 Uhr los zum zweistündigen Stadtrundgang.
Thomas weiß auch hier wieder viel zu erzählen, allerdings höre ich
zugegebenerweise nicht wirklich hin, weil es mich gar nichjt so sehr
interessiert. San Jose gefällt mit noch weniger als ich aufgrund der
Beschreibungen aus dem Reiseführer und Thomas Voarbschilderungen erwartet habe.
Ich bin nicht an einer Stelle oder von irgendeinem Gebäude oder so irgendwie
besonders beeindruckt. Da heute Feiertag ist, sind besonders viele Menschen in
den Straßen unterwegs und ich finde es viel spannender, diese zu beobachten und
zu versuchen, heimlich zu fotografieren. Nach dem Rundgang ziehen wir uns kurz
um (es ist hier abends echt frisch) und gehen dann in ein Restaurant um die
Ecke, was uns Thomas nachmittags gezeigt hatte und von dem er meinte, es wäre
mittelmäßig aber witzig von der Einrichtung. Genauso ist es auch. Unser Salat ist
zwar frisch, aber dürftig und geschmacklos, nichts besonderes, dafür recht
teuer, und die Bedienung war die Unfreundlichkeit in Person. Pura Vida!!! Gegen
20.00 Uhr sind wir bereits wieder am Hotel.
Mittwoch, 25. Dezember 2013
Manuel Antonio NP
24.12.2013 – Heiligabend!
Wenn hier irgendetwas für mich ferner ist, dann das!
Um 4.00 Uhr bin ich wach, um
5.00 Uhr stehe ich das erste Mal kurz auf, gehe auf die Veranda, wo sich die
nahe Brandung extrem laut anhört. Um 5.45 Uhr steh ich dann endgültig auf, um
6.15 Uhr treffen wir uns zu einem improvisierten Frühstück (Toast mit Ei und
etwas Obst) und machen uns dann um kurz vor sieben auf zum Manuel Antonio
Nationalpark. Dort spazieren wir etwa drei Stunden herum, wieder mal in der
Hoffnung, viele Tiere zu sehen. Obwohl es so früh am Morgen ist, ist es
brüllend heiß und nach kurzer Zeit kleben die Klamotten am Körper. Unsere
Tierausbeute ist aber auch heute mau: die Brüllaffen hören wir nur in der Ferne
, ein Kapuzineräffchen sehen wir weit weg im Gestrüpp, ein paar Leguane und
Waschbären am Wegesrand, ein Agouti, aber inzwischen ist das ja alles kein
Highlight mehr. Ich gehöre dann auch zu denen, die gegen 10.00 Uhr wieder
zurück zum Hotel gehen. Auf dem Weg trinke ich mit Irene und Günther noch einen
Kaffee (endlich, denn den gab es heute morgen nicht) und gehe dann zur „Bescherung“
zurück zum Hotel. Per Skype bin ich life bei meiner Familie dabei, leider in
keiner guten Qualität. Aber es ist schön, dass die Technik es möglich macht, 9100 km zu überwinden.
Anschließend gehe ich wieder
zum Strand und werfe mich erstmal ins Meer, was heute wieder
Badewannentemperatur hat. Danach brate ich in der Mittagssonne, flüchte mich
dann aber doch in den Schatten. Um 15.00 Uhr ist wieder Happy Hour und wir
gönnen uns wie gestern einen Cocktail „Pura Vida“. Süffig. Hier herrscht null
Weihnachtsstimmung – und das ist ganz in meinem Sinne! Die Stimmung in der
Gruppe ist übrigens auch wieder ganz entspannt. Der Himmel zieht sich etwas zu
und es wird windig, so dass ich heute vor Sonnenuntergang auf dem Zimmer bin.
Um 18.30 Uhr fahren wir zu
dem Restaurant, wo Thomas für uns das Abendessen organisiert hat. Dies liegt
etwas abseits der Straße und wird scheinbar ganz familiär geführt. Wir haben
beim Menu die Wahl zwischen Schwein, Rind und Huhn, drei verschiedenen
Salatbeilagen und drei verschiedenen Nachspeisen. Das Essen ist wirklich gut
und die Bedienung unheimlich freundlich. Trotzdem wir auf Weihnachten anstoßen,
kommt nicht die geringste Weihnachtsstimmung auf, was ich sehr gut finde. Es
ist eigentlich ein völlig normaler Abend, nicht mal ein Weihnachtsbaum oder
irgendein kitschiger Schmuck steht irgendwo rum. Und so bleiben wir auch heute
nicht länger sitzen als sonst, fahren gegen 22.00 Uhr zurück.
Wieder am Hotel sitze ich
noch ein wenig mit Manuela auf der Veranda, wir haben sogar einen „Adventskranz“ brennen. Das
aber auch nur, weil mir eine Freundin einen „Adventskranz to go“ mit auf die
Reise gegeben hat und ich am 4. Advent vergessen hatte, die Kerzen anzuzünden.
Mein Weihnachtsmodus ist eben nicht aktiviert…
Dienstag, 24. Dezember 2013
Gruppenkoller
23.12.2013 - Den Tag beginne ich mit
einer kleinen Joggingrunde am Strand. Es ist herrlich! Nach der (wieder mal
kalten) Dusche gehe ich runter zur Strandbar, wo es das Frühstück gibt, Diesmal
kein Gallo Pinto, sondern nur Toast, Eieromelett, Butter, Marmelade. Ich habe
noch mein Müsli dabei. Wir haben heute einen freien Tag vor uns, da der
Nationalpark montags geschlossen hat und wir statt heute morgen dorthin gehen werden. Thomas
informiert hierzu, dass es aufgrund der möglicherweise hohen Besucherzahlen im
Nationalpark ratsam wäre, bereits bei Öffnung (7.00 Uhr) dort zu sein. Er
organisiert sogar, dass wir morgen früh vorher noch ein Sandwich und etwas Obst
(statt gar nichts, da es Frühstück erst ab 7.30 Uhr gibt) bekommen, aber das wird wird teilweise nur mit Unmut honoriert
(„Ohne Frühstück kann ich keinen Meter laufen“). Auch Thomas Bemühungen, uns
für Weihnachten ein schönes Dinner im Hotel zu organisieren, mit typisch
costaricanischen Spezialitäten für den Anlass stoßen auf keinerlei Anerkennung. Irgendwie sind seit
gestern alle ein wenig am moppern. Ich bin genervt und merke, dass nun der Gruppenkoller Einkehr hält. So bin ich
heilfroh, dass die Gruppe heute getrennte Wege geht und man etwas Abstand
bekommt.
Ich fahre mit Manuela mit
dem öffentlichen Bus nach Quepos, dort bummeln wir etwas herum, ich gönne mir eine Bluse und eine Shorts. Nach einem
Kaffee und ganz leckeren Empanadas con Carne suche wir die Post um unsere
Postkarten aufzugeben. Dort treffen wir Thomas, der (das erste Mal während
dieser Reise) echt genervt ist (die deutsche Ungeduld scheint sich auch nach 17
Jahren Costa Rica nicht völlig zu verflüchtigen). Er erzählt, dass er bereits
eine halbe Stunde dort wartet, nur um ein paar Karten aufzugeben. Wir warten auch noch ein bisschen, aber es geht
voran. Nach einem Besuch bei der Bank und dem Supermarkt fahren wir wieder mit
dem Bus zurück und gehen mehr oder weniger direkt zum Strand. Dort ist es
herrlich, wenn auch sehr heiß. Ich stürze mich sofort in die wieder genialen
Wellen, und als ich mich anschließend in den Stuhl fleze, ist die Temperatur
total angenehm – für mich jedenfalls. Ich laufe etwas am Strand herum, mache
zig Fotos und genieße einfach nur diese wunderschöne Landschaft. Heute ist
nicht ganz so viel los wie gestern, da ja Montag ist. Dass wir einen Tag vor
Heiligabend haben – unvorstellbar!!!
Wir bleiben wieder bis zum
Sonnenuntergang, und um 18.30 Uhr treffen wir uns, um mit dem Bus den kurzen,
aber mühsamen Weg hinauf zur Straße und zum Restaurant „La Avinon“ zu
bewältigen. Dies liegt an der Hauptstraße nach Manuel Antonio und in der Mitte
steht ein ehemaliges Fugzeug, welches ursprünglich über Nicaragua abgeschossen
wurde, und in dem sich nun eine Bar befindet. Das Ambiente und das Essen sind
hervorragend! Ich habe die Sea Food Casserole, eine Art Suppe mit jeder Menge
Meeresfrüchten und Reis. Ein Gedicht!!!
Faultier, Affen, Krokodile
22.12.2013 - Heute früh haben wir etwas
Zeit zum klüngeln, da wir erst um 9.00 Uhr weiterfahren. Ich bedaure es schon
ein wenig, dieses kleine gemütliche Zimmer verlassen zu müssen, das Bett ist
bisher das bequemste gewesen (obwohl die anderen bisher auch ok waren). Das ist
ein bisschen der Nachteil, wenn man 2-3 Nächte an einem Ort ist, man gewinnt so
ein Zimmer doch etwas lieb; das ist anders, wenn man abends irgendwo ankommt
und am nächsten Morgen bereits wieder abreist.
Den ersten Stopp legen wir
bereits im Ort ein, da jemand von unserem Hotel erzählt hatte, dass dort an
einem Backpacker-Hotel immer mindestens ein Faultier rumhängen würde. So
springen wir dort also alle raus aus dem Bus und suchen hier und dort nach
einem Faultier. Ohne Erfolg. Gerade als wir schon aufgeben und weiterfahren
wollen, schaue ich in den Baum, vor dem unser Bus parkt und den wir alle 15
Leute schon mehrfach umkreist haben, und sehe quasi direkt vor mir ein
Fellbüschel in einer Astgabel. Da hängt es, total eingekugelt und lässt sich
von dem ganzen Trubel nicht im geringsten aus der Ruhe bringen. Nachdem alle
diverse Fotos vom Fell im Baum gemacht haben, geht es weiter. Der Weg führt uns
wieder über eine holprige und kurvige Schotterpiste, diesmal runter. Nach einer
Weile ist mir schon ziemlich übel von der Schaukelei, und so bin ich sehr froh,
als wir einen weiteren ungeplanten Stopp einlegen, als wir nämlich eine Schar
von fotografierenden Touristen an einer Brücke erblicken. Das kann nur eines
bedeuten: Tiere, wahrscheinlich Affen! Und tatsächlich, in den Bäumen über dem
Flüsschen tummelt sich eine ganze Brüllaffenschar, sogar zwei kleine
Affenkinder sind dabei. So gesellen wir uns also zu den anderen Touris, und
wieder stellt sich die Frage: wer sind hier die Affen? Besonders wahrscheinlich
aus der Sicht der einheimischen Kinder, die gerade hier baden, und für die der
Anblick von (echten) Affen vermutlich völlig normal ist. Ich kriege zwei schöne
Schnappschüsse hin (und 20 Bilder zum Löschen) und bin zufrieden. Leider bleibt
die Frischluft aus, denn es ist sehr heiß und die Luftfeuchtigkeit ist extrem
hoch. So ist mir immer noch schlecht, als es weitergeht. Nach 10 Minuten machen
wir einen Toilettenstopp, wo ich mir eine Cola besorge, und dann geht es auch
zum Glück wieder. Inzwischen sind wir auch auf der Panamericana angekommen, so
dass es normal weitergeht. Der nächste Halt lässt nicht allzu lange auf sich
warten. Nämlich in Tarcoles, wo unter einer großen Brücke am Fluss jede Menge
Krokodile rumliegen. Ist nicht besonders spektakulär, weil sie weit weg sind
und sich kaum mehr bewegen als das Faultier heute Morgen, aber immerhin habe
ich jetzt auch Krokodile in meiner Fotogalerie! Wir essen hier zu Mittag, bevor
wir uns auf den Rest des Weges machen. Dieser verläuft 70 km oder mehr an der Küste entlang
und immer wieder erhascht man tolle Ausblicke auf den Pazifik. Unser Hotel
liegt hinter Quepos und vor dem Manuel Antonio NP. Die Rezeption, wo Thomas uns
erstmal eincheckt, ist oben an der Straße, dann müssen wir noch einen heftigen Hang
runterfahren, ich habe das Gefühl, es ist mindestens noch einen Kilometer
weiter unten. Wie Thomas uns vorher erzählt hatte, ist unser Hotel
(„Arboledes“) eines der wenigen, die quasi direkte Strandlage haben. Trotzdem
bin ich sehr skeptisch, da Manuela mir heute morgen noch eine aktuelle
Hotelbewertung vorgelesen hat, in der
von Schimmel und so die Rede war, und dass das auch die gute Lage nicht
aufwerten könne. Wir sind alle in einem Bau mit insgesamt 10 Zimmern
untergebracht, unten die 5 Einzelzimmer, oben die 5 Doppelzimmer, vor denen sich
eine superschöne große Veranda erstreckt mit Blick in den Garten und auch das
Meer kann man etwas sehen. Auf den ersten Blick ein Traum! Dann schließe ich
vorsichtig mein Zimmer auf, erwarte bereits das Schlimmste, und bin dann doch
sehr positiv überrascht. Es richt zwar etwas modrig, das Bad ist winzig, und
die Laken wirken schon so, als hätte darin schon mal jemand geschlafen (mein
Inlay war wirklich eine gute Investition), aber sonst ist es ok, und wir haben
sogar alle einen Kühlschrank. Später entdecke ich noch eine Ameisenstraße, aber
zum Glück nicht auf der Wand, wo das Bett steht.
Wir ziehen uns schnell die
Badesachen an und dann geht es auch schon zum Strand. Und der ist echt ein
Traum! Zwar ist es hier voller als in Samara, aber die Kulisse ist noch
schöner. Und die Wellen sind der Hammer, ich wünschte, ich hätte einen
Badeanzug statt einem Bikini dabei… Es macht Riesenspaß, ist aber auch echt
anstrengend, sich immer wieder gegen die Wellen zu stemmen oder zu versuchen,
ein paar Meter weiter zu kommen. Nachdem wir wieder am Strand sind und es uns
in den Stühlen gemütlich gemacht haben, lässt die Sonne dann auch schon abrupt nach,
es ist sehr angenehm, und so besteht wenigstens nicht die Gefahr eines erneuten
Sonnenbrandes (obwohl ich mich diesmal richtig fett eingecremt habe). Ich laufe
ein Stück am Strand lang, beobachte die Wellen, die Surfer und ein Brautpaar,
mache viel zu viele Fotos und warte dann mit den anderen auf den
Sonnenuntergang. Der natürlich wieder wunderschön ist.
Während ich mich frisch
mache, höre ich von draußen ein ganz merkwürdiges Geräusch, von irgendeinem
Tier, ich kann es leider nicht wirklich beschreiben, irgendein lustiges Gackern.
Natürlich gehe ich raus um dem auf die Spur zu kommen, kann aber nichts
entdecken, außer einigen von meinen Mitreisenden, die das ebenfalls gehört
haben. Um 18.30 Uhr treffen wir uns wieder alle, um gemeinsam zum Essen in den
Ort zu fahren. Bevor wir dort ankommen, fängt es an zu regnen, und als wir vor
dem Restaurant parken, schüttet es wie aus Kübeln. Unglaublich, was da
runterkommt. Irgendwie schaffen wir es ins Restaurant, wo wir im ersten Stock
im trockenen sitzen, aber die Sintflut noch weiter beobachten können.
Irgendwann hört es aber auch wieder auf. Und morgen wird es wieder schön! Gegen
21.30 Uhr sind wir wieder zurück. Es ist immer noch drückend warm, im Zimmer
gibt es aber zum Glück eine Klimaanlage. Von draußen dringen diverse Geräusche
herein, Grillen, Vögel, ??? Kein Verkehr, keine kläffenden kleinen Hunde wie
die letzten Nächte!
Sonntag, 22. Dezember 2013
Nightlife
21.12.2013 - Nachmittags laufe
ich in den Ort, der aber nicht viel hergibt. In den drei Souveniershops finde
ich auch leider keine schönen Mitbringsel. Als ich zurückkomme, trudeln nach
und nach die anderen ein.
Abends sind
wir dann wieder in der Soda essen, und anschließend in der Karaokebar nebenan.
Dort erwarten uns bereits andere aus unserer Gruppe, die angeblich vorher schon
diverse Songs zum Besten gegeben hatten, dann aber nicht mehr singen wollen. Nur
Mandy und Andrés und diverse Einheimische wechseln sich mit dem Mikro ab. Karaoke
scheint hier echt beliebt zu sein. Stimmung kommt allerdings keine auf, die
Interpreten singen immer genau da, wo sie sitzen oder stehen und singen so vor
sich hin. Überhaupt ist nicht wirklich was los, obwohl Samstagabend ist
(allerdings liegt die Bar auch etwas ab vom Ort), hin und wieder kommen Leute,
und gehen wieder. Dabei fiel mir wieder auf, wie unattraktiv die Costaricaner
sind, vor allem die Männer. Ich finde auch, dass die meisten, die ich bisher so
gesehen habe, ihr eigenes Motte „Pura Vida“ nicht ausstrahlen, viele wirken
eher neutral, nicht unfreundlich (obwohl manche schon), aber halt auch nicht
offen und herzlich, wie man es oft liest.
Wir machen uns
dann auch gegen 0.00 Uhr (ja, tatsächlich ist es schon so spät! Irgendwie haben
wir uns allmählich an die Zeitumstellung gewöhnt und nicht mehr das dringende
Bedürfnis, bereits nach dem Abendessen schlafen zu gehen.
Samstag, 21. Dezember 2013
Nationalpark St. Elena
21.12.2013 - Heute
Vormittag sind wir im Nationalpark St. Elena (ein Nebelwaldgebiet), wandern
dort etwa drei Stunden herum. Dieser Wald unterscheidet sich wieder total von
dem von gestern, es gibt zig verschiedene Aufsitzerpflanzen, die Bäume sind
bemoost, alles wirkt noch grüner. Die Hoffnung, dass wir besondere Tiere,
insbesondere den Quetzal sehen werden, nimmt
uns bereits der Mann an der Kasse, der auf entsprechende Nachfragen vom Thomas
jeweils nur mit einem entschiedenen Kopfschütteln, untermauert von einem „no“
antwortet. Trotzdem ist es eine schöne Wanderung, und gegen Ende sehen wir in
den Baumwipfeln dann doch noch zwei Klammeraffen, die dort rumspringen.
Offensichtlich bemerken sie uns auch, denn der eine fängt auf einmal an zu
pinkeln, was wohl als Abwehrreaktion gedacht ist. Da kommt ganz schön was raus,
aus so einem kleinen Affen! Zum Glück stehen wir etwas seitlich versetzt, so dass
wir von der „Dusche“ nichts abbekommen. Einen ziemlich großen Tausendfüßler
sehen wir noch und ein paar Vögel. Gegen Mittag teilt sich die Gruppe auf, da
verschiedene Aktivitäten angeboten werden. Ich fahre jedoch mit zurück zum
Hotel, wir gehen zu viert in der Soda eine Kleinigkeit essen und dann muss ich
ein wenig meinen Rücken schonen. Inzwischen hat es auch angefangen zu regnen,
was hier allerdings völlig normal ist. Wir hatten dafür den kompletten
Vormittag sehr schönes Wetter. Das Faultier hier am Hotel hat sich übrigens heute
Mittag von einem Ast zum anderen bequemt, um jetzt dort völlig regungslos
rumzuhängen.
Regenwald der Kinder
20.12.2013 - Nachdem ich
mich schon wieder seit einer Weile hin und herdrehe, ohne richtig zu schlafen,
stehe ich um 06.00 Uhr auf, mache mich fertig, packe den Rest und warte, bis es
7.00 Uhr und damit Zeit fürs Frühstück ist. Die Brüllaffen brüllen, die Vögel
zwitschern und vorn der Straße hinter dem Hotel kommt bereits heftiger
Verkehrslärm; es ist eine extreme Geräuschkulisse, die mir vorher gar nicht so
aufgefallen war…
Um 8.00 Uhr
sitzen wir dann schon wieder im Bus und es geht Richtung Monteverde. Thomas kündigt
uns direkt an, dass wir nach 1:40 h den ersten Stopp machen, und tatsächlich,
auf die Minute fährt Andres mit dem Bus auf den Parkplatz eines kleinen
Restaurants, wo Thomas und eine kleine Überraschung versprochen hat. Diese
sitzt in Form von mehreren bunten Papageien in den Bäumen, und im Café gibt es
leckere Teilchen - wir probieren ein Mohnteilchen. Dann geht die Fahrt weiter,
erst noch über ein Stück asphaltierte Straße, dann geht der Weg über in eine
Schotterpiste, immer bergauf, über diverse Serpentinen, mit wunderbarem Blick
über grünes Bergland und bis zum Golf von Nicoya. Wir schlängeln uns so lange
diesen Berg hinauf, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass
hier noch irgendetwas kommt. Trotzdem kommen wir irgendwann an unserem Hotel („Cyprese“)
an. Die Zimmer sind allerdings noch nicht bezugsbereit, so dass wir in der „Soda“
in der Nähe des Hotels erstmal eine Kleinigkeit zu Mittag essen, was allerdings
eine gefühlte Ewigkeit dauert. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich
total müde und kaputt bin. Anschließend fahren wir mit dem Bus in den „Regenwald
der Kinder“, wo wir einen Spaziergang machen.(Der "Ewige Regenwald der Kinder" ist das grösste private
Naturschutzgebiet in Zentralamerika - 22 000 Hektar tropischer
Regenwald werden innerhalb seiner Grenzen geschützt. Es befindet sich in
in der Tilarán Gebirgskette und ist verbunden mit dem Naturschutzgebiet
Monteverde und dem Nationalpark Vulkan Arenal. Der Regenwald der Kinder hat eine sehr schöne Geschichte:
Zusammen mit der Conservationist’s League of Monteverde initiierten eine
Schulklasse aus Schweden eine Kampagne, um den tropischen Regenwald zu
retten. Mehr und mehr Kinder aus aller Welt beteiligten sich daran und
es gelang ihnen, genug Geld zu sammeln, um diese Landfläche zu kaufen,
die nun hoffentlich für immer geschützt sein wird.)
Leider sehen wir auch hier keine Tiere, bzw. nur ein „Aguti“, was irgendwann auf dem Weg rumlief. Auf dem Rückweg halten wir eine Dreiviertelstunde im Ort, um Geld und diverse Dinge aus dem Supermarkt zu besorgen. Dort muss ich wieder mal feststellen, wie ungeduldig und schnell genervt man doch als Deutsche ist. Vor mir stand nur eine Frau an der Kasse, die zwar einen recht vollen Einkaufswagen hatte, aber der Großteil lag bereits abgescannt auf der Theke, als ich an die Kasse herangetreten bin. Trotzdem dauerte der komplette Kassier- und Einpackprozess geschlagene 10 Minuten! Die Kassiererin scannt alles in einer Seelenruhe ab, bastelt (Kein Scherz!) zwischendurch Kartons, worin die Kundin ihre Einkäufe verstauen kann, quatscht noch ein bisschen mit dieser, muss zwischendurch zweimal eine andere Damen kommen lassen, die eine ominöse Nummer in die Kasse eintippt. Dann packen (inklusive Kundin und Kassiererin) vier Leute die Einkäufe ein, bis ich dann endlich irgendwann mal dran bin. Das schöne ist, dass außer mir und Manuela irgendwie niemand unentspannt zu sein schien…. Wir fahren danach zum Hotel und bekommen dort unsere Zimmerschlüssel. Manuela und ich haben echt Riesenglück, denn wir haben im ersten Stock im hinteren Teil der Anlage zwei Einzelzimmer nebeneinander, die einen besonders schönen Blick über die Landschaft und den gerade aktuellen Sundowner-Himmel haben. Mein Zimmer ist zwar recht klein, aber völlig ausreichend, mit einem großen Panoramafenster. Ich dusche schnell (endlich mal wieder mit warmen Wasser), und dann treffen wir uns zu sechst im Hotelrestaurant, was zwar nicht geöffnet hat, wir aber dort auf Nachfrage unsere eigenen, im Supermarkt erworbenen Dinge konsumieren dürfen. Der Rest der Gruppe ist woanders essen. Um 21.30 Uhr sind wir dann wieder bereit zu schlafen…
Leider sehen wir auch hier keine Tiere, bzw. nur ein „Aguti“, was irgendwann auf dem Weg rumlief. Auf dem Rückweg halten wir eine Dreiviertelstunde im Ort, um Geld und diverse Dinge aus dem Supermarkt zu besorgen. Dort muss ich wieder mal feststellen, wie ungeduldig und schnell genervt man doch als Deutsche ist. Vor mir stand nur eine Frau an der Kasse, die zwar einen recht vollen Einkaufswagen hatte, aber der Großteil lag bereits abgescannt auf der Theke, als ich an die Kasse herangetreten bin. Trotzdem dauerte der komplette Kassier- und Einpackprozess geschlagene 10 Minuten! Die Kassiererin scannt alles in einer Seelenruhe ab, bastelt (Kein Scherz!) zwischendurch Kartons, worin die Kundin ihre Einkäufe verstauen kann, quatscht noch ein bisschen mit dieser, muss zwischendurch zweimal eine andere Damen kommen lassen, die eine ominöse Nummer in die Kasse eintippt. Dann packen (inklusive Kundin und Kassiererin) vier Leute die Einkäufe ein, bis ich dann endlich irgendwann mal dran bin. Das schöne ist, dass außer mir und Manuela irgendwie niemand unentspannt zu sein schien…. Wir fahren danach zum Hotel und bekommen dort unsere Zimmerschlüssel. Manuela und ich haben echt Riesenglück, denn wir haben im ersten Stock im hinteren Teil der Anlage zwei Einzelzimmer nebeneinander, die einen besonders schönen Blick über die Landschaft und den gerade aktuellen Sundowner-Himmel haben. Mein Zimmer ist zwar recht klein, aber völlig ausreichend, mit einem großen Panoramafenster. Ich dusche schnell (endlich mal wieder mit warmen Wasser), und dann treffen wir uns zu sechst im Hotelrestaurant, was zwar nicht geöffnet hat, wir aber dort auf Nachfrage unsere eigenen, im Supermarkt erworbenen Dinge konsumieren dürfen. Der Rest der Gruppe ist woanders essen. Um 21.30 Uhr sind wir dann wieder bereit zu schlafen…
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